BLICK INS DICKICHT: HOBBY-HASELMAUS-FORSCHER GESUCHT!

Was ist eine Haselmaus?

Der Name trügt: Mauseklein ist sie, keine Frage, aber beobachtet man die Haselmaus bei ihrer Hauptbeschäftigung, sieht auf den ersten Blick, dass es sich nicht um eine echte Maus, sondern um eine Verwandte des Siebenschläfers handelt: Zur Fellkugel gerollt verbringt sie das halbe Jahr in typischer „Schlafmaus-Schlafstellung“ im Winterschlaf. Und auch sonst ist sie eine Anhängerin verdöster Tage. Erst im Dunkel der Nacht klettert sie aus ihrem Nest, um in der schützenden Höhe von Bäumen und Sträuchern nach Futter zu suchen. Da sie eine Vielfalt an Nahrungsquellen nutzt, gilt sie als Anzeiger für artenreiche Wälder und bunte Heckenlandschaften. Im Biosphärenpark Wienerwald findet sie ein Mosaik genau solcher Lebensräume, ein Fleckchen Erde also, das sich gut eignet, den Gefährdungszustand der geschützten Art zu erforschen. Bleibt die Herausforderung, das Tierchen zu finden. Mauseklein, verschlafen und versteckt – eine Haselmaus nachzuweisen ist keine leichte Aufgabe.

Citizen Science - Mitmachen erwünscht!

Interessierte Personen aller Altersstufen sind deshalb herzlich eingeladen, uns bei unserer Suche nach dem seltenen Kleinsäuger zu unterstützen. Im Citizen Science-Projekt „Blick ins Dickicht“ gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich an der Erforschung der Haselmaus zu beteiligen. 

Ein besonders entzückendes Exemplar der seltenen Tierart
Copyright: ÖBf/Birgit Rotter

Haselmaus im Nistkasten
Copyright: ÖBf/Birgit Rotter

Haselmaus in Nistkasten
Copyright: ÖBf/Birgit Rotter

Haselmaus in Niströhre
Copyright: ÖBf/Birgit Rotter

Die Haselmaus ist ein sehr guter Kletterer
Copyright: ÖBf/Birgit Rotter

Citizen Science

Das vom Bildungsförderungsfonds geförderte Projekt soll den Bestand seltener heimischer Tierarten erheben und verfolgt dabei einen „Citizen Science“-Ansatz: Das bedeutet, dass nicht nur Biologen Daten über Haselmäuse und andere Kleinsäuger sammeln, sondern auch interessierte Laien an dem Projekt mitmachen können.


Bisher wurden in Niederösterreich und Burgenland mehr als 200 Nistkästen bzw. Niströhren für Haselmäuse angebracht. Diese Nisthilfen gilt es, im ca. 4-Wochen-Rhythmus nach Spuren von Haselmäusen zu kontrollieren. Die Ausweitung auf andere Bundesländer ist je nach Verfügbarkeit von geeigneten Standorten und Freiwilligen denkbar.


Am Ende soll dadurch ein Nisthilfen-Netzwerk entstehen, das von ehrenamtlichen ProjektmitarbeiterInnen auf tierische Bewohner hin untersucht wird. Die Ergebnisse fließen dann in das erste Langzeit-Monitoring der Haselmaus in Österreich ein. Neben dem Wissen um pelzige Waldbewohner soll das Projekt vor allem Freude an der Forschung vermitteln und einen unkomplizierten, niedrigschwelligen Kontakt mit Wissenschaft und Naturschutz ermöglichen.

Kontakt:

Birgit Rotter
Biosphärenpark Wienerwald
Tel: 02231-633 41 DW 7173
E-Mail: birgit.rotter [AT] 
bundesforste [.] at

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