Was Hasen und Elefanten gemeinsam haben

Während uns die sommerlichen Temperaturen ins Schwitzen bringen, haben die Hasen eine andere Möglichkeit zur Abkühlung „erfunden“. Sie besitzen keine Schweißdrüsen und nutzen daher - genau wie Elefanten - ihre großen Ohren als Klimaanlage. 

Der europäische Feldhase (Lepus europaeus) kommt ursprünglich aus einer sommerwarmen Steppenlandschaft. Wird ihm zu heiß, lässt er vermehrt Blut durch die großen Adern in seinen Ohren fließen. Auf der Innenseite sind die Ohren fast unbehaart, so dass die Wärme leicht an die Umgebung abgegeben werden kann.

Seine Ohren kann er unabhängig voneinander bewegen und verdrehen. Die Länge der Ohren und ihre Trichterform ist auch beim Fressen von Vorteil, da er so Gefahren auch dann orten kann, wenn er mit der Nase im Klee steckt.

Was er im Gegensatz zum Elefanten nicht kann, ist mit den Ohren wedeln. Das wäre aber auch keine gute Idee, da er damit seine Fressfeinde auf sich aufmerksam machen würde.

Obwohl die Ohren für den Hasen wichtige Funktionen erfüllen, scheint er nicht besonders gut auf sie acht zu geben. Oft werden sie bei Revierkämpfen in Mitleidenschaft gezogen.
Foto: „European Hare at Uitkerske Polders, Belgium” (Lepus europaeus (Uitkerke).jpg) von Hans Hillewaert/Wikimedia Commons (Lizenz CC BY-SA 4.0)

 

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