Anna-Sophie Pirtscher

Anna-Sophie Pirtscher

Projektleiterin LIFE+ Ausseerland +43 (664) 88326870 Life_Ausseerland [AT] bundesforste [.] at

Naturwald, Moore und Lebensraumverbund im Ausseerland

Die Österreichischen Bundesforste starteten im Herbst 2013 ein LIFE Projekt der EU-Kommission, das die Natura 2000 Gebiete "Steiermark Dachsteinplateau" und "Totes Gebirge“ sowie zwei kleinere umfasst.

Im LIFE+ Projekt „Ausseerland“ werden Managementpläne ausgearbeitet, die Lebensräume und Arten im Projektgebiet erhalten oder verbessern sollen. Maßnahmen wie Moorrenaturierungen, Einbringen von Mischbaumarten, Förderung von Totholz oder Rückbau von Wassersperren werden umgesetzt. Projektbegleitend gibt es Kartierungen und Monitoringprozesse, die den Erhaltungszustand dokumentieren und oftmals die erste Beweissicherung für das Vorhandensein einer Art in diesem Gebiet darstellen. Öffentlichkeitsarbeit ist ein wichtiger Teil der Naturschutzarbeit in diesem Projekt.

Das LIFE+ Projekt „Ausseerland" läuft vom 01. Juli 2013 bis 30. Juni 2019 und hat ein Gesamtbudget von € 5.727.240,00. Die Hälfte davon wird von der Europäischen Union aus Mitteln der LIFE+ Förderung kofinanziert. Der Rest wird vom Lebensministerium, dem Land Steiermark und vor allem den Bundesforsten getragen.

 

Für mehr Informationen über das LIFE Förderprogramm siehe http://ec.europa.eu/environment/life/.

Projektziele

Auf 2.600ha Waldfläche soll die Vielfalt der Wälder in den bestehenden Natura 2000 Gebieten "Steiermark Dachsteinplateau" und "Totes Gebirge“ erhöht werden. Durch Totholzmanagement und gezielte Eingriffe werden Arten wie Raufußhuhn, Schwarzspecht und das grüne Koboldmoos gefördert. Durch Neuausweisung von Trittsteinen wird eine Verbindungsachse zwischen den zwei Gebirgsachsen geschaffen, die es dem Auer- und Birkwild ermöglich, über das Tal zu gelangen.

Die vorhandenen Moore und Fechtflächen sind mittels Bachläufen verbunden und werden zu dem „Mitterndorfer-Biotopverbund“ zusammengefasst. Arten wie die Gelbbauchunke, der Steinkrebs und die Koppe profitieren von der Durchgängigkeit dieses Systems, da sich ihr Lebensraum vergrößert. Durch Renaturierungsmaßnahmen wird sichergestellt, dass die Moore und Feuchtflächen auch in Zukunft erhalten bleiben.

Durch Einbezug verschiedener regionaler Partner und NGOs in das Projekt wird Naturraummanagement gemeinsam erfahren und entwickelt. Die Bevölkerung taucht in das Projekt auf unterschiedlichen Wegen ein: durch Filmbeiträge auf lokalem Sender (ARF), Themenwege mit Informationstafeln, durch Zeitungsartikeln, Workshops zu einzelnen Themenbereichen etc.