Frühling im Wienerwald feat. Feuersalamander als Frühlingbote


Schon gesehen? Während der Frühling mancherorts noch schüchtern bleibt und nur langsam den Schnee verdrängt, befindet er sich im Wienerwald fast schon wieder im Endspurt. Unsere Kollegin und Naturführerin Patricia Lechner hat die ersten Frühlingsgefühle im Wald für uns festgehalten - und hat dabei auch einen schwarz-gelben Frühlingsboten getroffen.

Der Feuersalamander (salamandra salamandra) ist aus seiner Winterstarre erwacht und wieder in den Wäldern unterwegs. Er bevorzugt naturnahe Laub- und Mischwälder mit vielen Strukturen und Versteckmöglichkeiten, beispielsweise Totholz. Jetzt sind die Weibchen unterwegs zu naturnahen und sauerstoffreichen Quellbächen und stehenden Gewässern, um dort ihre mit Kiemen ausgestatteten Larven abzusetzen. Feuersalamander sind nachtaktiv - aber während und nach starkem Regen auch tagaktiv. Sie fressen vor allem Schnecken, Spinnentiere, Tausendfüßer, Würmer und Käfer. Auffällige Hautfärbung und giftige Hautdrüsensekrete schützen sie vor Fressfeinden. Eine Besonderheit: Jeder Feuersalamander ist aufgrund seiner Fleckenzeichnung einzigartig. Das Muster ist ähnlich unserem Fingerabdruck bei jedem Tier anders.

Vorsicht ist jetzt auf den Straßen geboten, da der Feuersalamander ebenso wie viele andere Amphibien, auf dem Weg zu den Laichgewässern oft die Straßen queren müssen!

(c) Österreichische Bundesforste, 2018
// Aufnahmen: Patricia Lechner, Försterin und Naturführerin im Biosphärenparkteam des Forstbetriebes Wienerwald
// entstanden in Zusammenarbeit mit Manfred Christ (cosmos factory)

artikel teilen auf Facebook teilen auf g+ teilen auf twitter teilen