Wald 2.0: Wald-Forschung mit neuer Technologie macht Schule

15.02.2018 /Einblicke

(15.02.2018) Schulklassen aus dem Biosphärenpark Wienerwald entdecken die Natur aus neuen Perspektiven mittels Drohne, Infrarotkamera & Co.

Im Projekt „Netzwerk Wald unendlich: analog und digital“ erforschen SchülerInnen aus sieben Schulen die Natur im Biosphärenpark Wienerwald mit einer großen Bandbreite an Technologien, die die Kinder und Jugendlichen kennen, interpretieren und verwenden lernen. So wird etwa mithilfe einer Drohne der Blick von oben auf das Schulgelände gewagt, Satellitenbilder zur Abgrenzung unterschiedlicher Landbedeckung wie Wald, Wiese und Wasser herangezogen, Baumarten auf Infrarotbildern unterschieden, Wildtiere mit Kamerafallen auf ihren nächtlichen Wegen beobachtet und Spurentunnel zur Sammlung von Tierspuren gebastelt.

Nachwuchs-ForscherInnen der Natur auf der Spur

Zentral ist dabei das Kennenlernen verschiedener Analysemethoden durch aktives Mitmachen: Bei den insgesamt acht altersgerecht gestalteten Bildungsaktionen können die Kinder und Jugendlichen selbst in die Rolle von ForscherInnen schlüpfen und sich mit den technischen Aspekten von Raumplanung, Forstwirtschaft und Naturschutz befassen. Unterstützt werden die Schulklassen bei ihren Forschungsaktivitäten von WissenschaftlerInnen der Universität für Bodenkultur (BOKU) und des Forschungsinstituts für Wildtiere und Ökologie der Universität für Veterinärmedizin (FIWI), von der Firma LEHI-Copters und den Bundesforsten.

Mit der Drohne in die Vogelperspektive

Auch die 3A der Volksschule Mauerbach nimmt seit vorigem Jahr mit großem Engagement am Projekt „Netzwerk Wald unendlich“ teil. Die SchülerInnen lernten bereits im Rahmen eines Workshops der Bundesforste die wichtigsten Grundlagen zum Thema Geoinformation, Kartographie und räumliche Orientierung kennen und verfertigten eine Mind-Map, auf der sie ihre Ideen und Gedanken während des gesamten Projekts abbilden können. Als zweite Aktion stand im Herbst eine Drohnenbefliegung des Schulstandortes mit der Firma LEHI-Copters und seiner unmittelbaren Umgebung am Programm: Dabei konnten die Kinder live einen Blick aus der Vogelperspektive auf das aus Bodensicht gut bekannte Gelände werfen.

Kinder erkunden zusammen mit BOKU-Experten den Wald
Foto: Zöchling

3. Klasse der NMS Laabental/Altlengbach bei der Luftbildinterpretation
Foto: Zöchling

Unterstufenklasse Purkersdorf bei der Luftbildinterpretation. 
Foto: BOKU

Einführungsworkshop des BG Purkersdorf bei der Erstellung einer Mind Map für das Gesamtprojekt unter Betreuung des ÖBf-Biosphärenparkteams 
Foto: ÖBf-Archiv

Die SchülerInnen der VS Mauerbach aus der Vogelperspektive aus Sicht einer Drohne
Foto: Stefan Lederbauer/LEHI Copters

Für die Mauerbacher Schulklasse stehen bis Juni 2019 noch drei weitere Einsätze zur Erforschung der Lebensräume rund um ihre Schule auf dem Programm. Den Abschluss des Projekts bildet ein großes Fest, bei dem alle teilnehmenden Schulklassen ihre Eindrücke und Erfahrungen in selbst gewählter Form präsentieren können. Die Rückmeldungen der Kinder der 3A und ihrer Lehrerin, aber auch jene der BetreuerInnen, lassen aber jedenfalls schon darauf schließen: Die Vorgabe der Fördergeber aus dem Bundesministerium für Forschung, Innovation und Technologie wurde so wie's aussieht sehr schnell erfüllt - nämlich Kinder für Forschung und Technologie zu begeistern. 

Biosphärenpark Wienerwald

artikel teilen auf Facebook teilen auf g+ teilen auf twitter teilen