Bilanz 2016: 20 Jahre nachhaltiges Wirtschaften und 477 Millionen Euro Gewinn für die Republik

23.05.2017 /Presse

Sehr gutes operatives Ergebnis – Betriebsleistung und EBT auf hohem Niveau – Klimawandel kostet jährlich über 17 Millionen Euro

  • Bundesforste bilanzieren Geschäftsjahr 2016 mit sehr gutem operativen Ergebnis trotz Schadholz
  • Betriebsleistung mit 225,8 Mio. Euro stabil und Betriebsergebnis (EBT) mit 21,6 Mio. Euro auf hohem Niveau
  • Klimawandel kostet das Unternehmen jährlich über 17 Mio. Euro
  • Schadholzanteil erneut hoch mit 51 %, verursacht durch Borkenkäfer, Eis und Windwürfe
  • Geschäftsbereich Immobilien erneut mit starkem Ergebnisbeitrag
  • Stromproduktion aus erneuerbarer Energie um 14 % gestiegen
  • Ausgliederung der Bundesforste vor 20 Jahren ist Erfolgsgeschichte für Republik Österreich

(Wien/Purkersdorf, 23. Mai 2017) Vor 20 Jahren wurden die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) aus der Bundesverwaltung ausgegliedert. Mit der Neugründung als Aktiengesellschaft (ÖBf AG) und dem Fokus auf nachhaltige Bewirtschaftung der Bundesforste-Flächen erzielte das Unternehmen jedes Jahr Gewinne, auch das Jahr 2016 lieferte dazu einen wesentlichen Beitrag. Im Geschäftsjahr 2016 erzielten die Bundesforste ein stabiles Betriebsergebnis (EBT) von 21,6 Mio. Euro (2015: 24,5 Mio.) bei einer Betriebsleistung von 225,8 Mio. Euro (2015: 230,2 Mio.). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 24,5 Mio. (2015) auf 39,7 Mio. Euro. Die größte Herausforderung für das Unternehmen ist der seit Jahren enorm hohe Schadholzanteil. Zwar war 2016 aus waldbaulicher Sicht ein „Normaljahr“, also ein Jahr ohne außergewöhnliche Wetterereignisse und Naturkatastrophen, dennoch lag der Schadholzanteil bei 51 % (2015: 66 %). „Die Natur führt bei uns Regie“, so Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste AG anlässlich der heutigen Bilanz-Pressekonferenz. „Windwürfe, Schneebrüche, die Klimaerwärmung im Allgemeinen und der Borkenkäfer im Besonderen setzen unseren Wäldern und Naturflächen enorm zu. Wir sind stark gefordert mit der Aufarbeitung und dem Management von Schäden aus dem Klimawandel, der uns Jahr für Jahr viel Geld kostet.“ Die nachhaltige Holzerntemenge lag 2016 bei 1,515 Mio. Erntefestmetern (2015: 1.527 Efm), das nachhaltige Holzernteziel konnte damit zum sechsten Mal in Folge trotz Schadholz punktgenau eingehalten werden. Freidhager: „Unsere Ressourcen sind begrenzt. Unser nachhaltiges Ziel lautet daher, der Natur nicht mehr zu entnehmen, als nachwächst. Nur so können wir für die nächsten Generationen Substanz erhalten und aufbauen. Angesichts des hohen Schadholzanteils wird das für uns zunehmend ein Drahtseilakt.“

Diversifizierung sichert Ertragskraft

Die Strategie der Diversifizierung mit dem Ausbau neuer Geschäftsfelder ist daher ein logischer Schritt in der Unternehmensentwicklung, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Neben dem Kernbereich Forst/Holz tragen die nicht-forstlichen Bereiche (Immobilien, Dienstleistungen und Erneuerbare Energie) wesentlich zur Sicherung der Ertragskraft bei. „Der Anteil der nicht-forstlichen Geschäftsbereiche an der Betriebsleistung ist kontinuierlich gestiegen und hat sich in den letzten zwanzig Jahren sogar mehr als verdoppelt“, fasst Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien, zusammen. „Während die nicht-forstlichen Bereiche im Jahr 1997 rund 25 % des Umsatzes ausmachten, sind es heute bereits 42 %. Damit haben wir die Entwicklung des Unternehmens vom Forstbetrieb zum Naturunternehmen stark vorangetrieben.“ Wesentlich dazu beigetragen haben der Geschäftsbereich Immobilien und der Aufbau des jüngsten Geschäftsbereiches Erneuerbare Energie. „Durch die Diversifizierung stehen wir auf mehreren Beinen und können die Ertragsbasis so nachhaltig sichern. Wir sind ein sehr gesundes Unternehmen und das ermöglicht es uns, in die Wälder zu investieren und gleichzeitig den Gemeinwohl-Nutzen zu stärken.“

20 Jahre Gewinnausschüttung: 477 Mio. Euro für das Bundesbudget

Seit seiner Neugründung schüttet das Unternehmen jährlich Gewinne an die Republik aus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Bundesbudget. Georg Schöppl: „Wir haben seit 1997 jedes Jahr Gewinne geschrieben und in den 20 Jahren unseres Bestehens als AG 477 Millionen Euro für die Republik erwirtschaftet. Auch 2016 haben die Bundesforste mit 24,8 Millionen Euro (2015: 29,9 Mio.) wieder einen wichtigen Beitrag zum Bundesbudget geleistet“, weist Georg Schöppl auf die Ertragskraft des Unternehmens hin: „Die Dividende beträgt 12,5 Millionen Euro, dazu kommt das Fruchtgenussentgelt mit 10,1 Millionen sowie Ertragssteuern in der Höhe von 2,2 Millionen.“ 

Klimawandel kostet jährlich Millionen

Erste Berechnungen für die Folgen des Klimawandels ergeben, dass die Mehrkosten in die Millionen gehen. Die Erderwärmung und die daraus resultierenden Wetterkapriolen sowie Beeinträchtigungen des Ökosystems sind wesentliche Mitverursacher für das gestiegene Schadholzaufkommen und die vermehrten Belastungen durch Schädlinge. Zusätzliche Mindererlöse durch Schadholz summierten sich in den letzten zehn Jahren hochgerechnet auf rund 170 Millionen Euro. Georg Schöppl sieht darin eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen: „Rechnerisch kostet uns der Klimawandel jedes Jahr durchschnittlich mehr als 17 Millionen Euro, das ist schon annähernd die Höhe eines durchschnittlichen Jahresgewinnes.“ So haben sich allein in den letzten Jahren die jährlichen Kosten für Käferprävention mehr als verdreifacht von durchschnittlich 1,2 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro. Das Schadholzaufkommen hat sich verdoppelt. Durch damit einhergehende Mindererlöse entgehen dem Unternehmen durchschnittlich weitere 14 Mio. Euro pro Jahr. „Angesichts der Klimaprognosen müssen wir hier mit einem weiteren Anstieg rechnen und das wird enorme Anstrengungen für uns mit sich bringen. Die Geschichte der Waldbewirtschaftung wird durch die Klimaerwärmung neu geschrieben“, fasst Georg Schöppl zusammen.

Geschäftsbereich Forst/Holz: Hohes Niveau trotz Schwankungen gehalten

Mit 132,2 Mio. Euro (2015: 133,4 Mio.) konnte die Betriebsleistung im Bereich Forst/Holz auf hohem Niveau gehalten werden, obwohl die Nachfrage nach Holz witterungsbedingt deutlichen Schwankungen unterlag. Insgesamt zeigte sich die Nachfrage zufriedenstellend, besonders Werthölzer wie Zirbe und Lärche waren verstärkt gefragt. Mit dem nachhaltigen Holzernteziel (Hiebssatz) wird festgelegt, wie viel Holz dem Wald jährlich maximal entnommen werden kann. „Wir sind konsequent nachhaltig unterwegs und haben unser Ernteziel von 1,515 Millionen Festmetern wieder genau erreicht – trotz des hohen Schadholzanteils“, so Rudolf Freidhager. Mehr als die Hälfte – davon rund 850.000 Efm – wurde als Sägerundholz, etwa ein Drittel – rund 490.000 Efm –  Industrieholz verwertet. Hinzu kommt Energieholz wie Waldbiomasse. Verglichen zum Vorjahr liegt das Schadholz mit 770.000 Efm bzw. einem Anteil von 51 % zwar unter dem sehr hohen Vorjahr (2015: 66 %), allerdings hat sich der Anteil an Käferholz trotz eines Waldjahres ohne Wetterkatastrophen auf rund 400.000 Efm nahezu verdoppelt. „Der Borkenkäfer und andere Waldschädlinge werden zu einer massiven Herausforderung für unsere Wälder. Der Temperaturanstieg und anhaltende Trockenperioden bieten in Verbindung mit Bruch- und Schadholz leider ideale Bedingungen für die Vermehrung des Borkenkäfers“, so Rudolf Freidhager. Ursache für das Schadholz waren teils Spätfolgen des schweren Eisanhangs und Schneebruchs aus den Vorwintern im Waldviertel sowie lokale Windwürfe in Tirol und Salzburg. Der Holzpreis zeigte sich volatil, gab im Jahresmittel weiter nach und sank auf durchschnittlich 73,06 Euro pro Erntefestmeter (2015: 74,24 Euro/Efm). Erfreulicherweise konnten jedoch auch die Holzerntekosten durch striktes Kostenmanagement weiter auf 25,50 Euro pro Erntefestmeter (2015: 26,65 Euro/Efm) gesenkt werden. 

ÖBf-Vorstände Georg Schöppl (li.) und Rudolf Freidhager präsentieren Bilanz zum Geschäftsjahr 2016
Foto: APA/Hörmandinger
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Forstfacharbeiter beim Aufarbeiten eines Windwurfes
Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
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Windwurffläche im Forstrevier Bischofshofen (Sbg)
Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
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Borkenkäfer (Ips Typographus)
Foto: ÖBf-Archiv/J. Markovsky
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Borkenkäfer-Fangbaum mit Lockstoff
Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
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Forstfacharbeiter beim Aufforsten - im Vordergrund ein Fichtensetzling
Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
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Aufforstungsfläche im ÖBf-Forstrevier Großarl (Sbg)
Foto: ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger
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Erhöhte Investitionen in Waldpflege und Käferprävention 

Erneut hoch blieben mit 11,4 Mio. Euro (2015: 11,3 Mio.) die Investitionen in die Waldpflege, die etwa Pflanzungen, Käferbekämpfung, Jungwaldpflege oder Schutz gegen Wildverbiss umfasst. Neben Krankheiten wie dem Eschentriebsterben, das sich derzeit in ganz Österreich ausbreitet, treten verstärkt Waldschädlinge auf – neben alten, bekannten auch neue Schädlinge wie der Asiatische Laubholzbockkäfer. Einen Schwerpunkt in der Waldpflege nimmt daher die Käferprävention ein, die 2016 allein 3,2 Mio. Euro ausmachte. „Sorgfältiges Borkenkäfer-Monitoring in allen Wäldern ist ein Gebot der Stunde“, unterstreicht Freidhager die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen. Allein heuer bringen die Bundesforste in ganz Österreich über 14.000 Fangbäume aus und stellen mehr als 1.700 Schlitzfallen auf, um dem nur wenige Millimeter großen Schädling auf die Schliche zu kommen. In den Frühlingsmonaten stehen Aufforstungen auf dem forstlichen Programm. „Auch 2016 haben wir 2,6 Millionen Jungbäume gepflanzt. Unser Fokus liegt dabei auf einer guten Durchmischung und Baumarten, die den Wetterextremen standhalten, wie etwa die Lärche. Fichten bleiben aber nach wie vor die am häufigsten gepflanzte Baumart, weil sie in Österreich ihr ideales Verbreitungsgebiet vorfinden“, so Rudolf Freidhager. Die Aufwendungen für Aufforstungen konnten 2016 mit 2,9 Mio. Euro erstmals leicht gesenkt werden (2015: 3,0 Mio. Euro). „Langfristig sollen der natürliche Nachwuchs gezielt gefördert und damit nachhaltig Kosten gespart werden“, erklärt Rudolf Freidhager. „Ziel ist es, im Jahr 2025 nur mehr eine Million Bäume zu pflanzen. Den Rest macht die Natur!“  

Jagd und Fischerei

Mit einer Betriebsleistung von 21,7 Mio. Euro entwickelte sich der Bereich Jagd/Fischerei 2016 auf Vorjahresniveau (2015: 21,8 Mio). In der Jagd liegt der Fokus auf der Herstellung einer ausgewogenen ökologischen Balance von Wald und Wild und der Bewirtschaftung von Revieren mit hohen Wildschäden. In der Fischerei ist erfreulich, dass sich die Wildfischbestände in den von den Bundesforsten bewirtschafteten Salzkammergut Seen in den letzten Jahren nachhaltig erholt haben, sodass die jährliche Ausfangmenge wieder auf 4 Tonnen erhöht werden konnte. Rund 40 Spitzengastronomen in ganz Österreich setzen auf den hochqualitativen Wildfang aus Bundesforste-Seen. Bei der Verpachtung der Fischgewässer forcieren die Bundesforste – wie in der Seefischerei – eine nachhaltige Bewirtschaftung mit Förderung regionstypischer Fischarten und natürlichem Nachwuchs.

Erneut deutliche Steigerung im Bereich Immobilien

Im Geschäftsbereich Immobilien konnte die Betriebsleistung erneut von 41,2 Mio. Euro auf 43,7 Mio. Euro deutlich gesteigert werden. Damit hat sich die Betriebsleistung in diesem Geschäftsbereich seit 1997 verdreifacht. Mit einem Anteil von 19,5 % an der Gesamtbetriebsleistung sind die Immobilien nach dem Bereich Forst/Holz der zweitstärkste Geschäftsbereich geworden. Stark gestiegen sind insbesondere die Erlöse aus Verpachtung, Baurechten und Baupacht. Die Nachfrage nach Baurechten zeigte sich unverändert hoch. Erstmals haben die Bundesforste über 700 Baurechte und Baupachtverträge an Private und Wohnbaugesellschaften vergeben. 2016 kamen knapp 40 weitere Verträge in Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Salzburg hinzu. Damit stiegen die Erlöse aus Baurechten und Baupacht weiter auf 3,8 Mio. Euro an (2015: 3,5 Mio.). Neben der Vermietung und Verpachtung wurde die Sanierung bestehender, insbesondere kulturhistorisch wertvoller Objekte vorangetrieben. „Auch 2017 investieren wir wieder in die Errichtung und Sanierung unserer Objekte – in Summe rund 5,7 Mio. Euro“, unterstreicht Schöppl die Bedeutung nachhaltiger Substanzerhaltung und -verbesserung. Dazu gehören die Generalsanierung der denkmalgeschützten k. u. k. Jagdvilla am Langbathsee (OÖ) oder die Modernisierung des Schlosses Purkersdorf (NÖ) ebenso wie die Errichtung von regionalen Bürozentren für Forst- und Revierpersonal.

Dienstleistungen: Verstärkte Nachfrage nach Waldbewirtschaftung

Gestiegen ist die Nachfrage nach Waldbewirtschaftung durch Experten: Erstmals betreuen die Bundesforste rund 17.400 Hektar für Dritte. In der Baumpflege liegt der Fokus auf Baumkontrolle und Baumkataster, wobei ein Großauftrag mit der ASFINAG abgeschlossen werden konnte. Dabei übernehmen die Bundesforste die Baumkontrolle entlang von 3.000 Autobahn- und Schnellstraßen-Kilometern, die rund 6.500 ha Gehölzflächen an Rastplätzen und straßenbegleitenden Grünflächen sowie mehr als 50.000 Einzelbäume umfasst. Nachgefragt wurde auch die Expertise bei technischen Naturraum-Projekten wie etwa bei der Planung und Errichtung von Mountainbike-Trails oder im Ski-Tourismus. Rund 70 Projekte wurden in diesem Bereich 2016 umgesetzt. Die Betriebsleistung im Geschäftsfeld Dienstleistungen ist aufgrund der Anpassung der Forsttechnik an die Marktsituation auf 14,6 Mio. Euro unter das Vorjahr (2015: 17,9 Mio.) gesunken. 

140 Mio. Euro Investitionen in erneuerbare Energie seit 1997

„Als Naturbewirtschafter sind wir vom Klimawandel besonders betroffen und engagieren uns für die Energiewende. Wir leben und arbeiten mit der Natur“, sagt Georg Schöppl. „An der Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen führt kein Weg vorbei, und wir wollen zum Ausbau in Österreich unseren Beitrag leisten. Mit dem Bereich Erneuerbare Energie haben wir unser viertes Standbein aufgebaut und in den letzten 20 Jahren in Summe 140 Millionen Euro investiert – davon allein in den letzten 10 Jahren 120 Millionen Euro. 2016 erreichten die Investitionen erstmals eine Höhe von 42,7 Millionen Euro – der Schwerpunkt lag dabei auf dem Windpark Pretul“, erklärt Georg Schöppl. Die Betriebsleistung 2016 konnte – über alle Anlagen geführt, berechnet nur nach ÖBf-Anteil – von 8,0 Mio. (2015) auf 9,0 Mio. Euro gesteigert werden. Mit sechs Kleinwasserkraftwerken (KWK), dem Waldbiomasse-Kraftwerk Wien-Simmering und dem Windpark Pretul (2016 noch im Probebetrieb) konnten so 236 Gigawattstunden (GWh) – und damit um 14 % mehr als im Vorjahr – Strom und 41 Gigawattstunden (GWh) Wärme aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. 

Der Anfang 2017 in Betrieb genommene Windpark auf der Pretul in der Steiermark ist das größte Projekt der Bundesforste in dem Bereich. Er ist der erste von den ÖBf selbst errichtete und betriebene Windpark, der jährlich rund 22.000 Haushalte versorgt und 84.000 Megawattstunden (MWh) Strom erzeugt. „Aufgrund der ausgezeichneten Windverhältnisse liegt die Stromerzeugung in den ersten Betriebsmonaten bereits deutlich über Plan. So wurden von Jänner des laufenden Jahres bis heute schon rund 41.000 MWh und damit knapp die Hälfte der jährlichen Sollproduktion erzeugt. Für das heurige erste Vollbetriebsjahr erwarten wir eine Betriebsleistung von 7,8 Mio. Euro“, blickt Schöppl optimistisch voraus. Außer in die Windenergie investieren die Bundesforste weiter in die Kleinwasserkraft. Das siebente Kleinwasserkraftwerk „Taurach“ ist bereits in Bau, für ein weiteres, das KWK „Luggauerbach“ ebenfalls in Salzburg, wird der Baubeginn im Lauf des Jahres erfolgen. Insgesamt können so rd. 60.000 Haushalte mit Strom und rd. 12.000 Haushalte mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen versorgt und etwa 170.000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart werden.

Ausblick 2017

„Wir sind gut in das Jahr 2017 gestartet, aus heutiger Sicht ist die Ergebnisentwicklung auf Kurs. Je nach Witterung kann das Niveau von 2016 übertroffen werden, und immerhin war das vergangene Jahr trotz Borkenkäfer und sehr hoher Schadholzmenge eines der besten in der 20-jährigen Unternehmensgeschichte“, so Rudolf Freidhager. Als Nachhaltigkeitsunternehmen setzen die Bundesforste weiter auf gesundes Wachstum, vor allem bei den Immobilien und den Erneuerbaren Energien. Nicht vorhersehbare Schadereignisse wie Stürme, Hochwasser oder extreme Trockenheit bleiben jedoch wesentliche Einflussgrößen. „Wir werden auch weiterhin das Drehbuch schreiben und für eine professionelle Produktion sorgen, aber die Regie wird wie bisher die Natur führen“, so Rudolf Freidhager abschließend.

Über die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG)

Das seit 1925 bestehende Unternehmen wurde 1997 aus der Bundesverwaltung ausgegliedert und als Aktiengesellschaft neu gegründet. Alleinaktionärin der ÖBf AG und Eigentümerin aller ÖBf-Flächen ist die Republik Österreich. Für das Recht zur Bewirtschaftung leistet das Unternehmen jährlich einen Budgetbeitrag an die Republik. Mit 850.000 ha sind die Bundesforste der größte Naturraumbewirtschafter in Österreich, 10 % der Staatsfläche, darunter 74 der größeren Seen, und 15 % der Waldflächen sind den Bundesforsten anvertraut. Leitprinzip ist die Nachhaltigkeit: Der Natur wird nicht mehr entnommen als wieder nachwächst. Das Naturunternehmen der Republik Österreich beschäftigt heute rund 1.050 MitarbeiterInnen in 15 Forst- und Nationalparkbetrieben, der Sitz der Unternehmensleitung befindet sich in Purkersdorf im Wienerwald (NÖ).

Pressefotos

Nachhaltigkeits- und Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2016


Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste AG
Mag. Pia Buchner MAS, Pressesprecherin
+43 2231 600-1520
pia.buchner [AT] bundesforste [.] at

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