Bundesforste schaffen leistbaren Wohnraum im Grünen

27.03.2018 /Presse

Utl.: Nachfrage nach Baurecht und Baupacht ungebrochen – Kapitalschonende Errichtung von Eigenheimen – Erlöse um 9 % gestiegen

Wienerwald, Wachau, Salzkammergut oder Fuschlsee: Der Traum vom Eigenheim im Grünen steht für viele ÖsterreichInnen ganz oben auf der Liste. Steigende Grundstückspreise und rar werdende Flächen stellen jedoch nur zu häufig große Hürden für künftige Häuslbauer dar. „Baurechte und Baupacht sind eine günstige Alternative zum Grundstückskauf“, sagt Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien der Österreichischen Bundesforste, „insbesondere in teuren Lagen, wo sich die Preise in den letzten Jahren stark nach oben entwickelt haben.“ Die Anfangsbelastung ist deutlich geringer, da kein Grundstückskauf erforderlich ist, der Bauzins relativ gering, gleichbleibend und klar kalkulierbar. In Österreich vor einigen Jahren noch wenig bekannt, erfreuen sich Baurechte mittlerweile bereits großer Beliebtheit. „Die Nachfrage nach Baurechten ist heute deutlich stärker als noch vor zehn Jahren. Baurechte werden vom Markt gut angenommen vor allem in Ballungszentren rund um Wien oder Salzburg oder in dicht verbauten Alpentälern wie in Tirol. 2017 haben die Bundesforste mit über 750 Baurechten und Baupachtverträgen in ganz Österreich einen neuen Höchststand erreicht“, freut sich Schöppl, „und es kommen laufend neue hinzu. Die Erlöse aus Baurecht und Baupacht sind in den letzten fünf Jahren um ein Drittel gestiegen und lagen 2017 erstmals über vier Millionen Euro.“ 2017 wurden zwei weitere Dutzend neue Baurechte und Baupachtverträge vergeben, die Erlöse gegenüber dem Vorjahr sind erneut um fast neun Prozent gestiegen. „Das Prinzip der Nachhaltigkeit gilt für uns auch im Immobilienmanagement“, betont der Immobilien-Vorstand. „Wir wollen die Substanz wahren und nachhaltig ausbauen, indem wir die Wertschöpfung auf der Fläche erhöhen und so Erträge für das Unternehmen langfristig sichern.“ 

Wohnen am Waldrand, in Grünlage oder am Sonnenplateau

Am Waldrand, auf einer Wiesenfläche oder am Sonnenplateau mit Blick ins Bergland: Naturnähe und „grüne Lagen“ sind hoch im Kurs. „Die Nachfrage ist vor allem in stark verbauten und hochpreisigen Gebieten ungebrochen wie Wien-Umland und Salzburg-Umland oder in Skigebieten wie etwa Mittersill-Stuhlfelden, Hochkönig oder in der Obersteiermark“, erklärt Georg Schöppl. „Unsere Baurechtsflächen sind im Regelfall bereits aufgeschlossen und als Bauland gewidmet. Die Liegenschaften befinden sich oft in landschaftlich reizvollen Gegenden wie dem Wienerwald oder Salzkammergut und in ruhigen Lagen am Wald- oder Dorfrand. Häufig handelt es sich um ehemals forstliche Liegenschaften.“ Die Schwerpunkte liegen aktuell in Salzburg und der Steiermark, aber auch in Tirol und Niederösterreich gelangen Baurechte zur Ausschreibung. Größere Projekte laufen im Salzkammergut, wo auf ÖBf-Flächen in Bad Mitterndorf gleich neun Bauparzellen für eine Bebauung mit Einfamilien- oder Doppelhäusern geschaffen werden. Ein weiteres Wohnprojekt entsteht in Bad Goisern, bei dem auf einer Fläche von mehr als drei Hektar 23 kleinere leistbare Wohneinheiten mit Carport und Abstellplätzen auf Baurechtsbasis errichtet werden. In der Wachaugemeinde Mitterarnsdorf in Niederösterreich wartet ein besonders idyllisches Fleckchen auf zukünftige Häuslbauer. Umgeben von Weingärten wurden Baurechtsflächen für Einfamilienhäuser mit Blick auf die Donau adaptiert. In Salzburg gelangen in Saalbach eine ehemalige Forstwiese sowie eine Fläche nahe dem Fuschlsee im Baurecht zur Ausschreibung, die mit einem Ausmaß von zweieinhalb Hektar auch für großvolumigeren Wohnbau geeignet ist. Besonders gefragt sind Baurechtsgrundstücke in südlicher Hanglange unter Schloss Mittersill im Pinzgau. Von den ganzjährig sonnigen Bauplätzen aus bietet sich eine fantastische Fernsicht auf das Felbertal und den Alpenhauptkamm. 

Visualisierung Wohnbauprojekt Bad Goisern (OÖ)
Foto: wert.bau Errichtungs GmbH
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In Bau befindliches Wohnbauprojekt Bad Goisern (OÖ)
Foto: ÖBf-Immobilien
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Grundstück auf der Sonnenterrasse - südliche Hanglage unter Schloss Mittersill (Sbg)
Foto: ÖBf-Immobilien
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Grundstück im Baurecht auf Forstwiese Saalbach (Sbg)
Foto: ÖBf-Immobilien
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Baurechte auch im gewerblichen Bereich verstärkt nachgefragt

Neben dem privaten Wohnbau werden Baurechte und Baupachtverträge auch im gewerblichen Sektor verstärkt nachgefragt. In zahlreichen Gemeinden in ganz Österreich wie Hallein, Mariazell, Ossiach oder Arnoldstein sind auf ÖBf-Flächen Supermärkte auf Baupachtbasis entstanden. In Salzburg wurde im Pinzgau eine Hotelanlage – „Der Königsleitner“ – auf Baurechtsflächen errichtet, ebenso in Bad Gastein und in St. Johann im Pongau. Bei Werfen werden Produktionsanlagen in einem Industriegebiet auf Baurechtsfläche genutzt. „Vielfach arbeiten wir mit regionalen Bauträgern zusammen und entwickeln auch Projekte für den sozialen Wohnbau. Derzeit entsteht im Pinzgau ein geförderter Wohnbau mit 15-20 Einheiten auf einer Baurechtsfläche – damit wollen wir unseren Beitrag zu leistbarem Wohnen im Grünen leisten“, unterstreicht Georg Schöppl.

Geschäftsbereich Immobilien wächst kontinuierlich

Mit rund 4.300 Gebäuden von der Holzhütte bis zur k. u. k. Jagdvilla und über 20.000 Immobilien-Kunden sind die ÖBf einer der größten Immobilienbewirtschafter des Landes. Neben dem Kerngeschäft Forst/Holz ist der Geschäftsbereich Immobilien das wichtigste nicht-forstliche Standbein der Bundesforste. Außer Vermietung und Verpachtung setzen die Bundesforste zukünftig verstärkt auf Eigenentwicklung ihrer Liegenschaften und Immobilien, wobei die Umsetzung und Errichtung meist in Zusammenarbeit mit Bauträgern erfolgt. Aktuell entsteht in Niederösterreich im Wienerwald bei Alland ein Mehrparteienhaus mit acht Einheiten, die Fertigstellung ist noch für 2018 geplant. Weitere Projekte laufen in Salzburg etwa in St. Johann im Pongau und Saalfelden mit dem sozialen Verein „Die Laube“. In Oberösterreich wurde erst kürzlich ein Zweiparteien-Wohnhaus direkt am See fertiggestellt. „Die Betriebsleistung im Immobilienbereich hat sich seit der Ausgliederung der Bundesforste verdreifacht und betrug 2017 erstmals über 45 Mio. Euro. Der Anteil an der gesamten Betriebsleistung stiegt damit erstmals über 20 %“, fasst Georg Schöppl die erfreuliche Entwicklung zusammen.  

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Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste
Pia Buchner, Pressesprecherin
+43 2231 600-1520
pia.buchner [AT] bundesforste [.] at 

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