Zwölf Fischarten

Insgesamt sind es zwölf Fischarten, die in den eiskalten Seen der Österreichischen Bundesforste im Salzkammergut leben. Die häufigsten und regionstypischen sind die Hallstatt Reinanke, der Grundlsee-Seesaibling sowie die See- und Bachforelle. 

Im Rhythmus der Natur

Das Befischen der Seen richtet sich streng nach dem Zyklus der Natur - so wird ausschließlich im Zeitraum von Juni bis September gefischt. Nach der Schneeschmelze im Frühling braucht es Zeit, bis die Fische ausreichend Nahrung in Form von Plankton vorfinden. Im Oktober beginnt bereits die Laichzeit, also Schonzeit, um die natürliche Reproduktion zu gewährleisten. Diese Naturzyklen werden von den Bundesforsten streng berücksichtigt – der Umwelt und dem Geschmack zuliebe. 

GRUNDLSEE-SAIBLING (Salvelinus umbla)
Der Seesaibling ist im Gegensatz zum künstlich eingebrachten Flusssaibling ein alter und schmackhafter Bekannter der Fischer im Salzkammergut. Der Grundlsee-Saibling beeindruckt durch seine prachtvolle Färbung und einzigartigen Geschmack, der ihn zu einem der begehrtesten Süßwasserfische macht. Seine Größe liegt zwischen 30 und 50 cm. Charakteristisch für den Seesaibling sind sein rötlicher Bauch und die markante Punktzeichnung, welche eine Verwechslung nahezu unmöglich machen.

SEEFORELLE (Salmo trutta lacustris)
Die Seeforelle wird regional oftmals auch als "Lax'n" bezeichnet. Die Verwandschaft mit dem allgemein bekannten Lachs ist nicht nur im Namen sondern auch geschmacklich erkennbar. Wie alle lachsartigen Fische, zu denen auch die Seeforelle zählt, lebt die 40 bis 80 cm große Lax'n im kalten, sauerstoffreichen Wasser tiefer Seen und ist ein ausgesprochener Wanderfisch. Während der Laichzeit im Winter ziehen die Fische zumeist in einmündende Flüsse, wo sie ihre Eier ablegen. Die Seeforelle ist eine der größten Vertreterinnen der heimischen lachsartigen Fische. Sie erreicht Größen zwischen 40 und 80 cm, einzelne Exemplare erreichen sogar Längen von über einem Meter.

HALLSTATT-REINANKE (Coregonus linnaeus)
Die Hallstatt-Reinanke fühlt sich im Hallstätter See am wohlsten. Mit einer Tiefe von 125 Metern eignet sich der Hallstättersee bestens als Lebensraum der heimischen Reinanke. Diese Fischart, die auch der Familie der Lachsartigen angehört, lebt vorzugsweise in Tiefen von rund 50 Meter und ernährt sich von Plankton,welches sie aus dem Wasser filtert. Flache Uferbereiche werden von diesen Freiwasserfischen gemieden, wodurch auch das Fangen der Fische etwas Geduld und vor allem Können und Erfahrung bedarf. In nährstoffreichen Gewässern erreicht sie 30 bis 40 cm und kann bis zu 2 kg wiegen.

TRAUNFORELLE (Samo trutto fario)
Durch die perfekte Anpassung an den spezifischen Lebensraum, konnte sich im Salzkammergut ein genetisch eigener Stamm der Bachforelle bilden. Die Traunforelle bevorzugt, wie ihre engsten Verwandten die Bachforellen, schnell fließendes, klares und sommerkaltes Wasser - womit die Traun einen idealen Lebensraum darstellt. Sie wird etwa 20 bis 30 cm groß und kann bis zu 5 kg auf die Waage bringen.

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