Norbert Putzgruber

Norbert Putzgruber

Leiter Stabsstelle Wald-Naturraum-Nachhaltigkeit +43 (2231) 600-3100 Norbert.Putzgruber [AT] bundesforste [.] at

Nachhaltigkeit als oberstes Prinzip

Wie kein anderes Unternehmen tragen die Österreichischen Bundesforste Verantwortung für das Naturland Österreich. Wir pflegen, schützen und bewirtschaften die natürlichen Ressourcen der Republik– Wälder, Seen, Berge – und damit jeden zehnten Quadratmeter der Staatsfläche. 


Oberstes Prinzip für die ÖBf ist die Nachhaltigkeit. Im engeren Sinn heißt das, dass wir nur so viel der Natur entnehmen wie wieder nachwachsen kann. Nicht umsonst ist die Hauptkennzahl der ÖBf der so genannte Hiebssatz. Er stellt das geplante nachhaltige Holzernteziel dar, an dem die tatsächliche Erntemenge, der Einschlag, gemessen wird. Stimmen Hiebssatz und Einschlag überein, ist eine nachhaltige Holznutzung sichergestellt.

In einem weiter gedachten Sinn bedeutet Nachhaltigkeit aber auch, dass die heutigen Generationen nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben sollen. Nachhaltige Unternehmen dürfen sich also nicht nur an den Finanzkennzahlen orientieren, sondern müssen sich auch über die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit im Klaren sein. Ein besonders nachhaltiges Unternehmen wie die ÖBf trägt daher bei seiner ökonomischen Tätigkeit auch dem Schutz von Natur und Umwelt Rechnung – und hat die Bedürfnisse der Gesellschaft im Auge. Darum haben wir in unserer jährlichen Unternehmensberichterstattung nicht nur den Finanzreport im Mittelpunkt, sondern berichten auch über Soziale- und Umweltfragen.


Insbesondere am Begriff der „Multifunktionalität des Waldes“ wird deutlich, dass der Wald als Ökosystem mit einer Vielfalt an Tieren und Pflanzen mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt. Sie alle kommen den Menschen zugute:    

  •     Gewinnung von Holz (Nutzwirkung)
  •     Schutz vor Naturgefahren (Schutzwirkung)
  •     Gesunde Luft und sauberes Wasser (Wohlfahrtswirkung)
  •     Raum für Freizeitgestaltung (Erholungswirkung)

Damit bildet der Wald, wie es im ersten Satz des österreichischen Forstgesetzes - §1, Absatz 1 unter dem Titel „Nachhaltigkeit“ -  heißt, „eine wesentliche Grundlage für die ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung Österreichs“.