Wienerwald

Biosphärenpark Wienerwald

Projekte - Blick ins Dickicht

Citizen Science-Projekt "Blick ins Dickicht"

Mitmachen bei der Suche nach der Haselmaus!

Bei unserem Projekt „Blick ins Dickicht“ widmen wir unsere Aufmerksamkeit der kleinsten heimischen Bilchart – der Haselmaus.

Was ist eine Haselmaus?

Der Name trügt: Mauseklein ist sie, keine Frage, aber beobachtet man die Haselmaus bei ihrer Hauptbeschäftigung, sieht man auf den ersten Blick, dass es sich nicht um eine echte Maus, sondern um eine Verwandte des Siebenschläfers handelt: Zur Fellkugel gerollt verbringt sie das halbe Jahr in typischer „Schlafmaus-Schlafstellung“ im Winterschlaf. Und auch sonst ist sie eine Anhängerin verdöster Tage. Erst im Dunkel der Nacht klettert sie aus ihrem Nest, um in der schützenden Höhe von Bäumen und im Dickicht der Sträucher nach Futter zu suchen.

Da die Haselmaus eine Vielfalt an Nahrungsquellen nutzt, gilt sie als Anzeiger für artenreiche Wälder und bunte Heckenlandschaften. Der Biosphärenpark Wienerwald bietet dank seines Strukturreichtums und seiner nachhaltigen Bewirtschaftung auch dieser sehr seltenen Tierart einen idealen Lebensraum. Ihre versteckte Lebensweise macht es jedoch nicht leicht, sie zu entdecken, daher ist nur wenig über ihre Verbreitung bekannt.

Mauseklein, verschlafen und versteckt – eine Haselmaus nachzuweisen ist keine leichte Aufgabe.

    Citizen Science - Mitmachen erwünscht!

    Citizen Science bedeutet, dass nicht nur Experten wissenschaftliche Daten sammeln, sondern auch interessierte Laien mitmachen können.

    Interessierte Personen aller Altersstufen sind deshalb herzlich eingeladen, uns bei unserer Suche nach dem seltenen Kleinsäuger zu unterstützen. Im Citizen Science-Projekt „Blick ins Dickicht“ geht es darum, herauszufinden:

    • Wo gibt es bei uns Haselmäuse?
    • Wann bekommen sie Junge und wie viele?
    • Was bedingt Schwankungen in Haselmaus-Populationen?
    • Wie können wir sie effizient schützen?

    Die Mitmachmöglichkeiten reichen von der Suche nach Haselmaus-Fraßspuren an Nüssen, über den Bau und die Installation von Spurentunneln, bis hin zur Mitarbeit als Nistkasten-BetreuerIn und damit der Teilnahme an der Lebensraumkartierung auf ausgewählten Untersuchungsflächen.

    Projektleitung

    Die gesammelten Daten werden nach Saisonende an die Projektleitung (Claudia Kubista im Biosphärenpark Wienerwald und Birgit Rotter im Nationalpark Donauauen) übermittelt. Wir stehen den Citizen Scientists natürlich mit Rat und Tat zur Seite. Bei unserem jährlichen Treffen lassen wir das vergangene Haselmaus-Jahr Revue passieren und besprechen die Ergebnisse und die neuesten Entwicklungen des Projekts.

    Was passiert dann mit den von den Citizen Scientist gesammelten Daten?

    Die Projektleitung wertet die Daten aus und bereitet sie für die weitere Verwendung auf. Die Ergebnisse werden dem Management der Schutzgebiete (Biosphärenpark Wienerwald bzw. Nationalpark Donau-Auen) zur Verfügung gestellt, damit künftige Managementpläne auf Schutz und Entwicklung der Haselmausbestände abgestimmt werden können. Bundesforste-intern fließen die Daten in die Holzernteplanung ein, so dass die Haselmaus bei waldbaulichen Maßnahmen berücksichtigt werden kann.

    Der Öffentlichkeit werden die Ergebnisse jährlichen in Form eines Berichts und einer Übersichtkarte auf der Projekthomepage der Bundesforste (bzw. unter www.blickinsdickicht.at) präsentiert.

    Kontakt:

    im Biospärenpark Wienerwald: claudia.kubista [AT] bundesforste [.] at

    im Nationalpark Donau-Auen: birgit.rotter [AT] bundesforste [.] at               

    Seite teilen auf: