Wasserspiegelung (c) ÖBf-Archiv/Wolfgang Simlinger

IÖG an Traun und Alm

Integriertes ökologisches Gewässermanagement

Über das Projekt

„Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung der Fischbestände in Traun und Alm“ ist der Leitgedanke des neuen Projektes der Österreichischen Bundesforste, das im Juni 2019 offiziell gestartet wurde.

Über 30 Flusskilometer werden zwischen 2019 und 2022 genauer unter die Lupe genommen mit dem Ziel, eine nachhaltige Verbesserung des fischökologischen Zustandes der beiden Gewässer zu erreichen. In mehreren Arbeitspaketen werden Informationen über den aktuellen Zustand der Fischbestände, die Fischgenetik und Fischgesundheit, dem Einfluss von Prädatoren und die Vielfalt der Fischlebensräume gesammelt und untersucht. Auch kleinere strukturelle Verbesserungen an den beiden Flüssen werden umgesetzt.

Die Erkenntnisse fließen in einen integrierten ökologischen Gewässermanagementplan ein, der einerseits eine nachhaltige Nutzung ermöglicht und andererseits dem Schutz der Natur dient.

Das Projektgebiet erstreckt sich über die Traun vom Traunsee bis Stadl-Paura und über die Alm von der Autobahnbrücke bis zur Einmündung in die Traun.

Ausgangslage

Fischökologische Untersuchungen der vergangenen Jahre zeigen große Defizite an den Gewässern Traun und Alm. Die Bewertung gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) attestiert den beiden Flüssen ebenfalls einen unbefriedigenden bzw. schlechten Zustand. Fehlende Reproduktionsräume, ungewisser Besatzerfolg, Fischkrankheiten, Einfluss der Prädatoren sowie die vielfältige menschliche Nutzung könnten für den mangelhaften Zustand verantwortlich sein. Dem gehen wir genauer auf den Grund!

Ziel des Projektes

Die natürliche Reproduktion der Fischbestände zu erhöhen und damit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung einer standortgemäßen Fischartengemeinschaft zu leisten. Dabei setzen wir verstärkt auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessensgruppen, insbesondere den Austausch unter benachbarten Fischereirevieren, Ornithologen, den Gebietsbetreuern des Natura 2000-Gebietes „Untere Traun“ sowie den Kraftwerksbetreibern. Der Dialog mit anderen Nutzergruppen wie Tauchern, Badegästen und nicht zuletzt der Bevölkerung wird im Projekt ebenfalls gefördert.

Das Projekt wird vom Land Oberösterreich über das österreichische Programm für ländliche Entwicklung der EU gefördert und in Kooperation mit der Universität für Bodenkultur umgesetzt. Mit im Boot sind auch alle Bewirtschafter und Fischer an Traun und Alm, sowie die Energie AG als Kraftwerksbetreiber, die das Projekt mit fischökologischen Erhebungsdaten unterstützt.

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