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IÖG-Projekt

Vom Versuch, die Nase an der Traun wiederanzusiedeln

Die Nase (Chondrostoma nasus) ist ein Fisch aus der Familie der Cypriniden (Karpfenfische). Früher war die Nase in vielen Zubringern der Donau ein Massenfisch. Vor allem in der unteren Äschen- sowie der Barbenregion fand die Nase gute Lebensbedingungen.

Die fortschreitende Verbauung von Gewässern führte dazu, dass die ehemals spektakulären Laichwanderungen dieser Art nicht mehr stattfinden konnten. In der Folge sind die Bestände vielerorts stark zurückgegangen oder gänzlich erloschen. Die Traun bildet hier keine Ausnahme. Bei Befischungen in den Jahren 2019 und 2020, konnten nur sehr wenige Individuen dieser Art nachgewiesen werden. Neben Besatzbemühungen mit adulten Fischen durch den FV Traunseefischer 1, wurde aus diesem Grund der Versuch gestartet, Naseneier in künstlichen Nestern und Brutboxen einzubringen, um eine Population dieser Art zu reetablieren.

In den Jahren 2021 und 2022 wurden aus diesem Grund befruchtete Eier aus einem Gewässer der Österreichischen Bundesforste entnommen, an dem es eine vitale Nasenpopulation gibt. Diese wurden anschließend in künstliche Nester in der Traun und im Unterlauf der Ager eingebracht. Daneben wurden einige Brutboxen mit Eimaterial befüllt, um die Schlupfrate kontrollieren zu können zu können.

Im Herbst 2022 soll bei einer gezielten Habitatsbefischung festgestellt werden, ob und in welchem Ausmaß Jungfische vorhanden sind. So kann überprüft werden, ob die Maßnahmen in einem ersten Schritt erfolgreich waren und hoffentlich in einigen Jahren die ersten adulten Fische zurückkehren, um selbst für Nachwuchs zu sorgen.

1 Informationen zum FV Traunseefischer finden sie unter www.traunseefischer.at

Abbildung 1: Naseneier werden in Klumpen aus einem Spenderbach entnommen.
Abbildung 2: Nach einigen Wochen schlüpfen die Larven. Diese verbringen ihre ersten Lebenswochen im Substrat des Gewässers.

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