Projekte und Dienstleistungen

Wo ist die Urforelle?

Unter dem Titel „Die Rückkehr der Urforelle“ machte sich Reinhard Wimmer mit seinem Filmteam auf die genetische Spurensuche in Gewässern der Bundesforste.

Der nicht ganz unumstrittene, aber sehr griffige Name „Urforelle“ lässt jedenfalls auch Raum für vage Vorstellungen aber auch falsche Erwartungen. Unter dem Stichwort „Urforelle“ lassen sich einige in den letzten Jahren unternommene Versuche zusammenfassen, sogenannte Varietäten (ursprüngliche Populationen) der Bachforelle in österreichischen Gewässern zu finden.

Filmprojekt - Die Rückkehr der Urforelle

Die Rückkehr der Urforelle - Film

Die Vielfalt des Einzelnen

Vielfach sind lokale und regionale Formen und Unterarten der Bachforelle vom Aussterben bedroht bzw. durch langjährige Besatzmaßnahmen mit Bachforellen aus anderen Einzugsgebieten und durch andere eingebrachte Arten verdrängt worden. Die Vielfalt des Einzelnen aber auch gleichzeitige kleinräumige Spezialisierung erscheint aus heutiger Sicht als ein Schlüssel zum langfristigen Erhalt nutzbarer Fischpopulationen zu sein. In den letzten Jahren haben die Bundesforste daher den Prozess zur Anpassung der fischereilichen Bewirtschaftung an die natürlichen Gegebenheiten begonnen. Gemeinsam mit FischerInnen und BewirtschafterInnen gilt es daher in Zukunft den Fokus verstärkt auf die Erhöhung der Möglichkeiten zur natürlichen Reproduktion zu legen.

Alte Gene und neues Wissen

Gerade in den letzten Jahren in denen sich ändernde Wassertemperaturen und stark ausgeprägte Schwankungen des Wasserstands, einen hohen Grad an Anpassungsfähigkeit von den Fischen erfordern, zeigt sich, dass dieses „alte“, in den Genen gespeicherte Wissen hierzu durchaus noch in den Fischen vorhanden ist. Fische deren Vorfahren bereits mit verschiedenen sich teilweise auch rasch ändernden Umweltbedingungen umgehen mussten um zu überleben, haben auch heute bessere Chancen mit den hohen Anforderungen der Zeit umgehen zu können. Die Bundesforste versuchen hierzu mit den Bewirtschaftern und Fischern mittels angepassten Bewirtschaftungsplänen und Projekten zur Lebensraumverbesserung wichtige Beiträge zu leisten.

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