BP Wienerwald

Rätselhafter Wienerwäldler - Wer bin ich?

Haben Sie erraten, um wen es sich handelt?

Zeichnung: Patricia Lechner

Der Ameisenlöwe (Myrmeleon formicarius – Gemeine Ameisenjungfer)
Gefürchtete Jäger sind für Ameisen die Larven mancher Ameisenjungfern – die sogenannten Ameisenlöwen. Diese zu den Netzflüglern zählenden Insekten haben es dank ihrer besonderen Jagdtechnik geschafft, karge Sandlebensräume für sich zu erschließen. 


Ein Löwe unter den Insekten
Anders als der Name es suggeriert, ernähren sich Ameisenlöwen nicht nur von Ameisen sondern von einer Vielzahl kleiner Gliedertiere. Um diese flinke Beute fangen zu können bauen sie trichterförmige Fallen in den Sand. Gerät nun beispielsweise eine Ameise auf ihrer Nahrungssuche in einen solchen Trichter, dann bemerkt der Ameisenlöwe mithilfe vieler kleiner Sinneshärchen auf seinem Rücken die herabrieselnden Sandkörner. Blitzschnell schleudert er mit schaufelartigen Bewegungen seines Hinterleibs Sand nach der unvorsichtigen Ameise bis diese den Halt verliert und in den Trichter fällt. Dort wartet der bis zu 17 mm große Räuber dann bereits mit gespreizten Kieferzangen auf seine Beute.


Vom Löwen zur Jungfer
Nach etwa 1-3 Jahren (von Art zu Art unterschiedlich) gräbt sich der Ameisenlöwe in etwas tiefere Sandschichten und spinnt dort einen kunstvollen, kugelrunden Kokon. Etwa drei Wochen später schlüpft dann die fertige Ameisenjungfer aus dem Kokon. Sie ist nun ein geflügeltes und recht filigran wirkendes Insekt, dessen Aussehen ein wenig an eine Libelle erinnert.

Foto-Links:

(alle Fotos: commons.wikimedia.org)

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