Wienerwald

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Dachsbau: Mehr als nur ein Dach überm Kopf!

Als Allesfresser ist der Dachs (Meles meles) nicht wählerisch. Er frisst unter anderem Waldfrüchte, Mäuse, Vogeleier, Wurzeln und Schnecken. Weil in der kalten Jahreszeit seine Lieblingsspeise - Regenwürmer und Insektenlarven - knapp werden, hält er Winterruhe in seinem selbstgegrabenen Bau.

Dieser besteht aus einem verzweigten System von unterirdischer Gängen im Waldboden und hat mehrere „Zimmer“ auf unterschiedlichen Ebenen. Zahlreiche Ausgänge an die Oberfläche sorgen für eine gute Durchlüftung. Der Dachs polstert seine Wohnräume mit trockenem Laub, Gras, Moos und Farn gemütlich aus. Er wechselt seine Schlafplätze regelmäßig, um Ungezieferbefall zu vermeiden.

Für besondere Behaglichkeit im Bau sorgt die Bio-Heizung. Die funktioniert so: Feuchtes Laub und Erde wird in eine Kammer gebracht. Die in der Erde vorhandenen Bakterien werden aktiv und beginnen damit, das Laub aufzuarbeiten. Die dabei entstehende Wärme wird durch das Gangsystem im ganzen Bau verteilt.

Der Dachs ist ein besonders ordentlicher Waldbewohner. Seine Essensreste lässt er nicht im Wohnraum vergammeln und auch die Toiletten befinden sich außerhalb des Baus. Dafür gräbt er extra kleine Erdlöcher zwischen den Eingängen. Jedes Frühjahr macht er Großputz und tauscht die Laubpolster aus. Schließlich soll der Dachsbau auch noch für die kommenden Generationen ein perfektes Zuhause sein.

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