LIFE+ Projekt Ausseerland

Übers LIFE+ Ausseerland

LIFE+ Projekt „Ausseerland"

Das LIFE+ "Naturwald, Moore und Lebensraumverbund im Ausseerland"  ist abgeschlossen.

Das Projekt lief vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2019 und hatte ein Gesamtbudget von € 5.727.240. Seine Ergebnisse bleiben aber als Resulate in der Natur des Ausseerlands erhalten und "Gute Beispiele" werden gerne weitergegeben.

Projektziele und Ergebnisse

Nur mit Betrachtung des gesamten Planungsraums Ausseerland konnten befriedigende Ziele für die im Projekt tangierten Schutzgutarten und Lebensraumtypen des Waldes und der Moore erreicht werden. Die Projektinhalte des LIFE+ Projekts „Ausseerland“ erstreckten sich demnach über drei thematische Maßnahmengruppen:

  1. Wald
    Die großen Waldbereiche zählen zu wertvollen Lebensräumen für Auer- und Birkwild. Das Totholzangebot darin ist wichtig für mehrere Spechtarten, den Alpenbockkäfer und xylobionte Moose, Flechten und Pilze. Die Entwicklung von struktur- und biotopholzreichen Waldbeständen auf ca. 2.600ha war ein Ziel. Die Vernetzung der Raufußhuhn-Habitate über Trittsteine zwischen den zwei großen Natura 2000 Gebieten über den Talbereich hinweg mit Eingliederung ins Natura 2000 Netzwerk war ein weiteres. Mehr
     
  2. Moore
    Die Moore im Talbereich sind durch frühere Nutzungen (Torfabbau) und Entwässerungsgräben zu den landwirtschaftlichen Nutzflächen stark beeinträchtigt und gefährdet. Durch den Einbau von Spundwänden und Entbuschungen wurden Moorflächen renaturiert, um sie nachhaltig zu erhalten und zu schützen. Die Lebensraumtypen der Moore profitieren davon, aber auch der Goldenen Scheckenfalter, welcher in einigen Mooren zu anzutreffen ist. Mehr
     
  3. Lebensraumverbund
    Der Mitterndorfer Biotopverbund, ein System aus Mooren und Gewässerachsen zwischen Dachstein und Totem Gebirge, wird als neues Natura 2000-Gebiet verordnet und sichert so einen Lebensraumverbund übers Tal hinweg. In den Fließgewässerstrecken, welche durchgängig gemacht wurden, finden sich Koppe und Steinkrebs. Amphibien wie die Gelbbauchunke und der Alpen-Kammmolch nutzen Tümpel und Lacken, welche extra vernetzend angelegt wurden.
    Die Seelaube, eine Fischart über die wenig bekannt ist, wurde dokumentiert und bekam Habitatverbesserungen, die auf ihre Bedürfnisse optimal abgestimmt sind (ein Jungfischhabitat) im Grundlsee. Mehr
     
    Begleitende Öffentlichkeitsarbeit zu allen Themenbereichen fand während der gesamten Projektlaufzeit statt. Durch eine sehr breite Informationspalette, die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden und anderen Stakeholdern aus der Region, das Aufsetzen einer Infrastruktur der Naturvermittlung, Workshops und Führungen etc. erreichte das Projekt sehr viele verschiedene Personengruppen. Mehr

Projekt-Bildband

Eine digitale Bilder-Reise ins LIFE+ Projekt Ausseerland

Der digitale Bildband von ÖBf-Revierleiter Thomas Kranabitl aus dem Forstrevier Altaussee lässt tief ins Projektgebiet im Ausseerland eintauchen und zeigt die Vielfalt des Naturschutzprojektes auf.

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