Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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BP Wienerwald

Fledermäuse im Wienerwald - Der Große Abendsegler

Der Große Abendsegler – ein rasanter Flieger

Ein "Frühaufsteher" mit tiefer Stimme

Eine der größten heimischen Fledermausarten ist der Große Abendsegler (Nyctalus noctula). Seine Flügelform – lang und schmal – verrät, dass es sich um einen sehr schnellen Flieger handelt. Große Abendsegler jagen hoch über den Wipfeln der Bäume und auf freien Flächen. Dabei können sie bis zu 60 km/h erreichen.

Am Abend ist er bei uns die erste Fledermausart, die sich auf die Jagd begibt, oft noch bevor die Sonne vollständig untergegangen ist. Wenn man also an einem lauen Sommerabend den Himmel beobachtet, dann kann man ihn durchaus schon bei seinen Jagdflügen sehen. Wer ein besonders feines Gehör hat, kann ihn sogar rufen hören. Seine Ortungslaute klingen wie ein „Plip“ – „Plop“. Der tiefere („Plop“) Laut kann dabei bis auf 16 kHz abfallen. Das „Plip“ kann allerdings nur der Ultraschalldetektors hörbar machen.

Ein echter Zug“vogel“

Auch unter den Fledermäusen gibt es, wie bei den Vögeln, weit wandernden Arten. Im Herbst, wenn die Zeit der Paarung und der Zug zu den Überwinterungsquartieren begonnen hat, legt der Große Abendsegler bis zu 1.500 km zurück. Interessant dabei ist, dass die Großen Abendsegler, welche im Sommer bei uns in Österreich zu finden sind, im Herbst Richtung Südeuropa ziehen. Die bei uns überwinternden Großen Abendsegler hingegen stammen dagegen aus Nord-Ost-Europa. Es findet also ein regelrechter Populationswechsel statt.

Bei diesen Herbstzügen sammeln sie sich oft in großer Zahl und jagen dann bereits nachmittags nach Insekten um sich eine dicke Fettschichte für den Winter anzufressen.

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