Fledermäuse im Wienerwald - Die Mopsfledermaus

01.03.2019 /Einblicke

Die Mopsfledermaus – Nomen est omen

Mopsfledermaus

Mit keiner anderen heimischen Art zu verwechseln ist die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus).

Wie es ihr Name schon verrät, erinnert ihr markantes Gesicht mit der eingedrückten Nase ein wenig an einen Mops. Oft findet man - fast schon arttypisch - an ihrem Ohrrand Milben, die sich, aufgereiht wie an einer Perlenschnur, dort festgebissen haben.

Diese mittelgroße Fledermaus bevorzugt strukturreiche Wälder. Ihr Quartier bezieht sie gerne hinter abstehenden Baumrinden, in Stammanrissen und in Fledermauskästen. Sie ist eine der wenigen Arten, die man durchaus auch in Nadelwäldern antreffen kann. Nadelbäume werden aufgrund ihres Harzreichtums normalerweise von Fledermäusen nur sehr ungern als Quartier genutzt – zu groß ist die Gefahr, dass das Fell dabei verklebt.

Die Nahrung der Mopsfledermaus besteht fast ausschließlich aus Kleinschmetterlingen wie Zünslern und Flechtenbären, die sie im Flug erbeutet.
Foto: wikimedia commons, C. Robiller / Naturlichter.de

Die Mopsfledermaus Barbastella barbastellus, illustriert und beschrieben 1774 von Johann Christian Daniel von Schreber - damals noch als "Vespertilio barbastellus". Inzwischen ist geklärt, dass sie die einzige Vertreterin der Gattung Barbastellus in Mitteleuropa ist.
Bild: wikimedia commons, Zeichnung von Schreber

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