"Narrischer" Auerhahn bei der Balz

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Normalerweise menschenscheu, zu Zeiten der Balz ungewöhnlich nahbar: Diesen "narrischen" Auerhahn konnte unser Kollege und Gebietsbetreuer im Nationalpark Kalkalpen (OÖ) kürzlich aus nächster Nähe beobachten.

Auerhahn

In der Balzzeit setzt sich der Auerhahn am Vorabend auf den Baum zum Schlafen, sogenannter „Schlafbaum“. Um 3 oder 4 Uhr fangen sie mit ihren Balzstrophen an – zu Beginn sind diese sehr leise und kaum hörbar. Im Gegensatz zum Birkhahn, den man kilometerweit hört. Beim sogenannten "Baumbalzen" in der Früh will sich der Auerhahn von hoch oben bemerkbar machen und so gut wie möglich auffallen. So hält er sich Nebenbuhler vom Hals und lockt die Weibchen an. Anschließend, bei der Bodenbalz, geht es heiß her: Dann werden Balzkämpfe ausgetragen, bei denen mehrere Hähne miteinander um die Gunst des Weibchens antreten. Bei der Hauptbalz kommen dann die Hennen dazu.

Bei der Balz folgt der Auerhahn einer ganz bestimmten Abfolge. Bei der Balzstrophe kommt zu Beginn das „Knappen“, dann der Triller, anschließend der Hauptschlag und dann das „Wetzen“. Das hört sich in etwa so an, wie wenn man eine Sense wetzen würde. In dieser Zeit, beim Wetzen, ist der Auerhahn übrigens blind und taub.

Die Balzzeit ist nun langsam vorüber, die meisten Hennen sitzen schon am Gelege und brüten Eier aus. Circa ein Monat dauert es, bis die Küken schlüpfen.

(c) Österreichische Bundesforste, 2018
// Aufnahmen: Roman Paumann, Gebietsbetreuer im Nationalpark Kalkalpen
// entstanden in Zusammenarbeit mit Manfred Christ (cosmos factory)

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