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Bundesforste bringen wertvollsten Baum Niederösterreichs unter den Hammer

Utl.: Seltener Riegelahorn aus dem Bundesforste-Wienerwald erzielt Höchstpreis bei diesjähriger Wertholzversteigerung.

Der schönste und wertvollste Laubbaum Niederösterreichs stammt dieses Jahr aus Bundesforste-Wäldern im Forstrevier Schöpflgitter nahe Klausen-Leopoldsdorf im Wienerwald. Bei der alljährlichen Wertholzversteigerung in Heiligenkreuz (NÖ) erzielte ein sogenannter Riegelahorn das höchste Gebot von rund EUR 3.300 pro Festmeter Holz. Als „Riegel“ wird eine sehr seltene Holzmaserung des Bergahorns (Acer pseudoplatanus) bezeichnet, bei der im Längsschnitt ein streifenförmiges Quermuster in der Holzfaser zu erkennen ist. „Für die diesjährige Auktion konnten wir einen ganz besonders prächtigen Laubbaum aus unseren Wäldern zur Verfügung stellen“, freut sich Rudolf Freidhager, Vorstand der Bundesforste, die rund 15 % des heimischen Waldes nachhaltig betreuen und bewirtschaften. „Wir stehen damit nicht nur für eine verlässliche Versorgung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, sondern erfüllen auch die höchsten Qualitätsansprüche unserer Kundinnen und Kunden.“ Bei der Laubholzversteigerung in Heiligenkreuz kommen jedes Jahr nur die qualitätsvollsten Laubholzstämme des Bundeslandes unter den Hammer. Verwendung finden die ersteigerten Gehölze etwa im hochwertigen Möbelbau, als Einrichtung für Luxusyachten und Auto-Limousinen oder Musikinstrument mit besonderen optischen Akzenten.

Wertvolle Holzschönheit als Laune der Natur

So unscheinbar der Riegelahorn von außen wirkt, so beeindruckend ist die Zeichnung seines ganz besonderen Holzes. „Nur der aufmerksame Forstexperte erkennt den Riegelahorn an der Borke, die nicht glatt, sondern in leichten Wellen den Stamm umschließt“, erklärt Freidhager und bezeichnet die Wahrscheinlichkeit ein solches Prachtexemplar zu finden mit „weniger als fünf Prozent“. Endgültige Gewissheit gibt dann auch erst der Blick ins Innere des Baumes. „Riegelholz zeichnet sich durch eine wellenförmige, glänzende Zeichnung quer zur Holzfaser aus“, erklärt Freidhager. „Das macht es etwa als Furnierholz im Highend-Möbelbau besonders attraktiv“. Die Entstehung der einzigartigen Holzmaserung gilt als spontane Laune der Natur, deren Entstehung wissenschaftlich heute noch nicht restlos geklärt werden konnte.  

Holzvielfalt im Bundesforste-Wald

Die Folgen des Klimawandels wie extreme Trockenheit, Stürme oder Starkregen sowie das vermehrte Schädlingsaufkommen durch den Borkenkäfer setzen Österreichs Wälder zunehmend unter Druck. Damit auch zukünftige Generationen noch intakte Wälder vorfinden, haben die Bundesforste schon seit einigen Jahren mit einem nachhaltigen Waldumbau begonnen. „Der Wald der Zukunft wird ein bunter und vielfältiger sein, da sich artenreiche Mischwälder als stabiler und resistenter gegenüber Umwelteinflüssen gezeigt haben“, weiß Freidhager. In tieferen Lagen werden Laubbäume wie Bergahorn, Eiche oder Buche ein größeres Verbreitungsgebiet finden. Ergänzt wird der Baumartenmix mit sturmresistenteren Lärchen oder robusten Weiß-Tannen. Die Fichte hingegen gerät in wärmeren Regionen stärker unter Druck, wird aber in alpinen Lagen nach wie vor eine große Rolle spielen. „Mit dieser stärkeren Durchmischung der Baumarten in unseren Wäldern wird auch die Vielfalt an verfügbaren Holzarten und damit hochqualitativen Werthölzern zukünftig größer werden“, so Freidhager abschließend. 

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Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste
Andrea Kaltenegger
Unternehmenskommunikation
T +43 (0)2231 600-1521
andrea.kaltenegger@bundesforste.at

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