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Citizen Science: Bundesforste starten neues Mitmach-Forschungs-Projekt im Wienerwald

Utl.: Naturbegeisterte LaienforscherInnen zur Untersuchung der Artenvielfalt auf Streuobstwiesen im Biosphärenpark gesucht – Einladung zur Auftaktveranstaltung am 28. Februar 2020 in Purkersdorf

Blühende Obstbäume auf einer Streuobstwiese im Wienerwald

Prachtvoll blühende Obstbäume, summende Wildbienen und fröhliches Vogelgezwitscher – seit Jahrhunderten sind die Streuobstwiesen im Biosphärenpark Wienerwald ein unverzichtbares Landschaftsparadies für Mensch und Tier. Heute gelten die wertvollen Ökosysteme aber dennoch bereits als gefährdet – viele Flächen fielen in den vergangenen Jahrzehnten brach oder wurden in intensiv genutzte Obstplantagen umgewandelt. Als größter Grundeigentümer in der Region setzen sich die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) aktiv für den Erhalt dieser schützenswerten Kulturlandschaften ein und starten in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenpark Wienerwald Management ein mehrjähriges Citizen-Science-Projekt. „Wir laden alle naturbegeisterten Menschen sehr herzlich ein, mit uns die artenreiche Tierwelt auf Streuobstwiesen zu erforschen“, fordert ÖBf-Projektleiter Gernot Waiss zum Mitmachen auf. „Die LaienforscherInnen werden dabei an zumindest drei Tagen im Jahr zu jeweils unterschiedlichen Jahreszeiten auf ihrer ‚eigenen‘ Streuobstwiese unterwegs sein und nach typischen Arten wie Segelfalter, Steinkauz oder Wiedehopf Ausschau halten.“ Ziel ist es, auf Basis einer sorgfältig ausgewählten Artenliste gemeinsam die Vielfalt der für Streuobstwiesen typischen Fauna zu dokumentieren und daraus Rückschlüsse auf den Zustand des Ökosystems zu ziehen. Auf der gewonnenen Datenbasis werden bei Bedarf lebensraumverbessernde Maßnahmen für Streuobstwiesen entwickelt. 

Streuobstwiesen als Hotspot der Artenvielfalt 

Die Bundesforste betreuen im Wienerwald über 40 Streuobstwiesen, auf denen in den letzten 10 Jahren insgesamt rund 1.000 neue Obstbäume alter Sorten gepflanzt wurden. Diese werden regelmäßig gepflegt und gegen Wildverbiss geschützt. Mit mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Bunt gemischt und oft zufällig verstreut wachsen vor allem Apfel- und Birnbäume, aber auch Kirsch-, Zwetschken- und Walnussbäume und vielleicht auch seltene Mispeln auf den Wienerwaldwiesen. Vom reichen Nahrungsangebot der Blüten, Blätter und Früchte profitieren zahlreiche Insektenarten – etwa die gefährdeten Wildbienen und Hummeln oder Schmetterlinge wie der Große Fuchs. Die Baumhöhlen alter Obstbäume dienen wiederum Säugetieren wie Sieben- und Baumschläfer und Vögeln wie Wiedehopf, Wendehals oder Gartenrotschwanz als wertvolle Schlaf- und Brutplätze.

Einladung zur Auftaktveranstaltung am 28. Februar 2020 in Purkersdorf

Die Auftaktveranstaltung mit allen Informationen zum Citizen-Science-Projekt findet am Freitag, 28. Februar 2020, 16.00 bis 18.00 Uhr im Festsaal der Österreichischen Bundesforste, Pummergasse 10-12, 3002 Purkersdorf statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, die Mitarbeit am Forschungsprojekt erfolgt auf freiwilliger Basis. Weitere Details und Anmeldung zum Start-Workshop Streuobstwiese

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Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste
Andrea Kaltenegger
Unternehmenskommunikation
Pummergasse 10-12, 3002 Purkersdorf
T +43 (0)2231 600-1521
andrea.kaltenegger@bundesforste.at
www.bundesforste.at
www.facebook.com/bundesforste

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