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Erntezeit im Wienerwald beginnt

Mit dem Abwerfen der Blätter bereiten sich die Bäume im Herbst auf die Winterruhe vor. Nährstoffe werden in die Wurzeln verlagert, im Baum herrscht „Saftruhe“. Mit dieser Jahreszeit beginnt wieder die „klassische“ Zeit der Holzernte. In den kommenden Monaten werden daher auch von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) verstärkt Holzernteeinsätze im Biosphärenpark Wienerwald durchgeführt. Zur (Verkehrs-) Sicherheit werden etwa entlang der Tullner Straße alte Buchen entnommen. Weitere Holzernteeinsätze wird es in den Gebieten Klosterneuburg, Mauerbach, Hadersdorf, Gablitz und Pressbaum geben.

Das zentrale Leitprinzip ist für die Bundesforste die Nachhaltigkeit: Der Natur wird nicht mehr entnommen als wieder nachwächst. Die Holzernte dient auch der langfristigen Pflege der Wälder. Die Durchforstung trägt dazu bei Gefahren – etwa durch Windwurf – zu vermindern und standfeste Bäume sowie stabile Waldbestände zu erzielen. „Durchforstungen sind Investitionen in die Zukunft des Waldes. Denn mit zunehmendem Alter nimmt der Platzbedarf der Bäume zu. Die Kronen rücken näher aneinander und die Bäume konkurrieren um Licht und Nährstoffe. Mit Hilfe der Durchforstung sollen möglichst gute Bedingungen für die stabilsten und vitalsten Bäume eines Bestandes geschaffen werden“, erläutert Gerald Oitzinger, ÖBf-Betriebsleiter im Forstbetrieb Wienerwald. Auch bei den sogenannten „Lichtungen“ sorgen Forstfacharbeiter*innen durch die gezielte Entnahme von Stämmen dafür, dass Jungbäume das notwendige Licht zum Wachsen erhalten. Dies fördert zum Beispiel das natürliche Aufkommen der Buchen, Eichen und Tannen im Wienerwald.

Wie läuft die Holzernte ab?

Das „Auszeigen“ der Bäume ist einer der wichtigsten Schritte in der Vorbereitung der Waldpflegmaßnahmen. Bäume, die entnommen werden sollen, bekommen eine Markierung. Auch sogenannte Biotopbäume, welche zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen wertvollen Lebensraum bieten, sowie „Z-Bäume“, die wertvollsten und ertragreichsten Zukunftsbäume eines Waldes, werden gesondert ausgezeigt, um sie gezielt erhalten und fördern zu können.

Die Holzernteeinsätze werden vom Holzernteteam Wienerwald koordiniert und kontrolliert und von Unternehmern mit modernsten Geräten, mit denen möglichst bodenschonend gearbeitet werden kann, durchgeführt. Dabei kommt unter anderem auch der „Starkholzharvester“ zum Einsatz. Diese spezielle Holzerntemaschine mit Baumhaltetechnik entnimmt die erntereifen Bäume und hebt sie als Ganzes über die Jungbäume hinweg. Dadurch werden die Jungbäume nicht beschädigt und haben nach Ende des Ernteeinsatzes wieder genug Licht, um zu wachsen. Ein Baum im Wienerwald (überwiegend Buchen sowie Eichen, Tannen, Lärchen, Schwarzkiefern, Eschen und viele mehr) hat seine Erntereife mit rund 120 bis 140 Jahren erreicht.

Befristetes forstliches Sperrgebiet – Betreten verboten!

Während der Holzernteeinsätze im Biosphärenpark Wienerwald werden forstliche Sperrgebiete errichtet, die deutlich mit gelben Sperrgebietstafeln gekennzeichnet sind. Dieses Betretungsverbot schützt Erholungssuchende vor den Gefahren der Waldarbeit und ermöglicht Forstfacharbeiter*innen, sich auf ihre gefährliche Tätigkeit zu konzentrieren. „Im forstlichen Sperrgebiet herrscht Lebensgefahr. Zur eigenen Sicherheit muss das Betretungsverbot daher unbedingt eingehalten werden“, appelliert Gerald Oitzinger an alle Waldbesucherinnen und -besucher.

Was passiert mit dem Holz?

Die Erntemenge im Winterhalbjahr im Forstbetrieb Wienerwald beträgt rund 90.000 Erntefestmeter. Damit werden Holzfasererzeuger, Sägewerke und Biomassekraft- und heizwerke in der Region von den Bundesforsten verlässlich mit dem Rohstoff Holz versorgt.

Biosphärenpark Wienerwald

Der Wienerwald ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Mitteleuropas. Mehr als zwei Drittel aller Baumarten im Wienerwald entfallen auf Laubholz – Rotbuchen und Eichenarten stellen dabei den größten Anteil an den mehr als 30 Laubbaumarten dar. An Nadelhölzern kommen vor allem Fichte, Lärche, Weiß- oder Schwarzkiefer vor. Seit 2005 ist der Wienerwald von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt.

Pressefotos

Rückfragehinweis:

Österreichische Bundesforste
Mag. Andrea Kaltenegger, MBA
Unternehmenssprecherin
Tel. +43 (0) 2231-600-1521
E-Mail: andrea.kaltenegger [AT] bundesforste [.] at
www.bundesforste.at
www.facebook.com/bundesforste
www.instagram.at/bundesforste

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