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Innovative Naturvermittlung: Bundesforste entwickeln mobilen Hightech-Beobachtungswagen

Utl.: Neues „Spähikel“ erstmals in Schloss Eckartsau (NÖ) präsentiert – Naturvermittlung vor Ort mit modernster Technik – Verwendung von nachhaltigen Baustoffen – Einsatz ab Frühjahr 2022

Natur vor Ort mit modernsten Technologien erleben, entdecken und erforschen: Mit dem „Spähikel“, einem mobilen Hightech-Beobachtungswagen, beschreiten die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) neue Wege in der Naturvermittlung im Nationalpark Donau-Auen (NÖ). „Das Beobachtungsmobil verbindet auf innovative Art und Weise Naturpädagogik und Spitzentechnologie. Dadurch wird die Natur vor Ort zugänglich gemacht und ein Naturerlebnis mit allen Sinnen ermöglicht“, so Rudolf Freidhager, Vorstand der Bundesforste, die den Großteil der Flächen in den Nationalpark einbringen und über einen eigenen Betrieb ins Management eingebunden sind. Das Spähikel bietet Platz für bis zu zwölf Personen und ist mit zahlreichen Geräten am neuesten Stand der Wissenschaft und Technik ausgestattet: Von Systemen zur automatischen Tierstimmenerkennung über Wildkameras und Nachtsichtgeräte bis hin zu Drohnen und Virtual-Reality-Brillen. „Die technische Ausrüstung soll dort zum Einsatz kommen, wo die Sinneswahrnehmungen des Menschen ihre Grenzen finden. Sie soll das unmittelbare Naturerlebnis vertiefen, ergänzen und zusätzliche Horizonte öffnen, aber nicht ersetzen oder den direkten Umgang mit der Natur ablösen“, ergänzt Johannes Wimmer, ÖBf-Betriebsleiter im Nationalpark Donau-Auen.

Mit modernster Technik der Natur auf der Spur

Das Spähikel verfügt über ein eigenes Netzwerk, über das hochauflösende Virtual Reality Video- und Audiodateien aus dem Wald, aus der Luft oder von unter Wasser in den Beobachtungswagen gesendet werden. Durch einen KI-gestützten Algorithmus können beispielsweise Vogelstimmen in der Nähe des Beobachtungswagens identifiziert oder Fische in den Altarmen der Donau mittels bildgebender Sonartechnik beobachtet werden. Auch das Verhalten von Tieren, zum Beispiel bei Rot-Hirschen während der Brunftzeit, kann aus sicherer Distanz mithilfe von 360 Grad Kameras studiert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die top ausgestattete Beobachtungsstation im Rahmen eines Langzeitmonitorings zur Biodiversität im Nationalpark einzusetzen. Das technologische Konzept dahinter wurde von der Firma Capreolus entwickelt.

Organische Konstruktion aus innovativen und nachhaltigen Baustoffen

Das witterungsfeste und mit großen Sichtflächen ausgestattete Beobachtungsmobil wurde in Leichtbauweise errichtet und fügt sich durch das organische Design stimmig in die Natur ein. Designed wurde das Spähikel von mostlikely-Gründer Michael Perfahl, für die statischen Berechnungen zeichnet Bohlinger+Grohmann verantwortlich. Die Konstruktion besteht aus einem von der Firma TechTinyHouse angefertigten 7,5 Meter langen und 2,5 Meter breiten Anhängerchassis. Darauf aufgesetzt ist eine drei Meter hohe Holzkonstruktion, erstellt mittels Roboter-CNC-Anlage der Firma Leidorf. Verkleidet wurde diese mit durchscheinenden Platten aus nachhaltig produziertem Kunststoff. Die Biokunststoffgranulate der Firma Tecnaro bestehen zu über 90 % aus nachwachsenden Rohstoffen.

Das Spähikel wird über ein Solarpaneel nachhaltig mit Energie versorgt und ist somit autark an verschiedenen Orten einsetzbar. Ein eigenes und direkt ansteuerbares Modul zur Datenübertragung stellt sicher, dass keine Netzabhängigkeit gegeben ist. Daten der ausgelagerten Geräte können so im Beobachtungswagen gespeichert, verarbeitet und für die Geräte im Beobachtungsmobil aufbereitet werden.

Spähikel ab Frühjahr 2022 mit neuen Naturvermittlungsprogrammen im Einsatz

Der innovative mobile Beobachtungswagen wurde nach knapp zweijähriger Entwicklungszeit dieser Tage in Schloss Eckartsau erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Ab Frühjahr 2022 wird das Spähikel dann sowohl für Natur- und Tierbeobachtungen im Rahmen von geführten Exkursionen zur Verfügung stehen, als auch bei Veranstaltungen eingesetzt werden, um auf Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wird der Hightech-Wagen unter anderem als mobile Forschungsstation sowie für Projekt- und Forschungsarbeiten von Schulen verwendet werden.

Das Projekt wurde gefördert durch die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws), aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Österreich-Fonds).

Pressefotos

Rückfragehinweis:

Österreichische Bundesforste
Mag. Andrea Kaltenegger, MBA
Unternehmenssprecherin
Tel. +43 (0) 2231-600-1521
E-Mail: andrea.kaltenegger [AT] bundesforste [.] at
www.bundesforste.at
www.facebook.com/bundesforste
www.instagram.at/bundesforste

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