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Moore als Klimaschützer: Bundesforste renaturieren fünf Hektar Moorflächen in Going

Wertvolle Hochmoorlandschaften im Bezirk Kitzbühel wurden wieder in ihren natürlichen Zustand versetzt – Aktiver Moorschutz ist Klimaschutz

Umwelt-Baustelle erfolgreich abgeschlossen: In den vergangenen Monaten haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) bauliche Maßnahmen zur Renaturierung des Hahnbodenmoors und des Hüttlmoos in Going am Wilden Kaiser durchgeführt. Auf einer Fläche von insgesamt rund fünf Hektar wurde der natürliche Zustand der wertvollen Hochmoorlandschaften wiederhergestellt. In noch größerem Ausmaß als Wälder sind Moore wichtige CO2-Speicher und Hotspots der Artenvielfalt – und gleichzeitig stark bedroht. „Moore zählen weltweit zu den am meisten gefährdeten Lebensräumen. Auch in Österreich existieren nur mehr knapp 10% der einstigen Moorlandschaften“, sagt Hermann Schmiderer, Leiter des ÖBf-Forstbetriebs Unterinntal. Für den Torfabbau oder um Äcker, Wiesen und Weideflächen zu schaffen, sind viele Moore in den letzten Jahrhunderten trockengelegt worden. „Unser Ziel ist es, die Moore auch für die Zukunft erhalten, damit sie weiterhin ihre wichtige Rolle im Klimaschutz erfüllen können.“

Neue Staudämme aus Lärchenholz für einen gesunden Wasserhaushalt

Ziel der Renaturierungsarbeiten war die Wiederherstellung des Wasserhaushalts, um das Hahnbodenmoor vor dem Austrocknen zu schützen. Zur Wiedervernässung des Hochmoors wurden mehrere Holzdämme aus Lärchenholz errichtet, die dazu beitragen, den Wasserabfluss zu verlangsamen und den Wasserspiegel langfristig anzuheben. Damit wird auch der Torfaufbau wieder angeregt. Sämtliche Bauarbeiten wurden mit größter Sorgfalt durchgeführt, denn die Moorflächen dürfen nur kleinräumig befahren und begangen werden. Zusätzlich wurden im nahegelegenen Hüttlmoos zentrale Moorbereiche von unerwünschtem Baumbewuchs, hohen Gräsern und Sträuchern befreit. Diese sogenannte „Verbuschung“ beschattet das Torfmoos und entzieht dem Moor mit der Zeit zu viel Wasser. Die Schutzmaßnahmen fördern die Regeneration des Moors und sorgen dafür, dass neben dem Torfmoos auch weitere seltene und geschützte Pflanzen ihre Lebensgrundlage behalten: So sind beispielsweise der stark gefährdete Moor-Bärlapp oder der rundblättrige Sonnentau auf das Ökosystem Moor angewiesen und können nur dort gedeihen.

Die durchgeführten Renaturierungsarbeiten sind Teil des Naturschutzprojekts „Alpenmoore“ in Kooperation mit der Statistik Austria. Seit Jänner 2022 haben Respondent*innen der Statistik Austria die Möglichkeit, Naturschutzprojekte auf ÖBf-Flächen zu unterstützen: Personen, die an Umfragen der Statistik Austria teilnehmen, erhalten als Dankeschön einen Gutschein. Diesen Gutscheinwert können sie einem Naturschutzprojekt widmen.

Moore als Klimaschützer

Rund ein Drittel der heimischen Moorgebiete liegen auf ÖBf-Flächen. Die Bundesforste haben ihre insgesamt 474 Moore bereits vor Jahrzehnten freiwillig unter Schutz gestellt. Rund 50 Moorschutzprojekte gab und gibt es bisher, um diese einzigartigen Lebensräume, CO2-Speicher und Klimaschützer zu bewahren. Ein Hektar intaktes Moor nimmt jährlich rund eine Tonne CO2 aus der Atmosphäre auf, das ist etwa so viel wie auf einem Flug von Wien nach New York pro Person verbraucht wird. Weltweit bedecken Moore nur drei Prozent der Erdoberfläche, speichern dabei aber rund 30 Prozent des erdgebundenen Kohlenstoffs.

 

Zur Broschüre „Aktiv für Moore"
 

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Rückfragen und Kontakt:

Österreichische Bundesforste
Andrea Kaltenegger
Unternehmenssprecherin
Tel. +43 (0) 2231-600-1521
andrea.kaltenegger [AT] bundesforste [.] at
www.bundesforste.at
www.facebook.com/bundesforste
www.instagram.com/bundesforste

 

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