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Bundesforste und Triale präsentieren "DREIBAUM" auf der Vienna Design Week 2018

Utl.: Installation „DREIBAUM“ bei der Vienna Design Week 2018 - Bundesforste und Triale präsentieren Hochstand aus dem 3-D-Drucker

Installation "DREIBAUM" - Hochstand und Aussichtsplattform
Installation "DREIBAUM" - Hochstand und Aussichtsplattform (c) Triale

Für Stadtflaneure und Design-Afficionados ein ungewohnter Anblick: Ein Hochstand auf drei Pfählen ragt aus dem Innenhof eines Vintage-Boutique-Hotels im siebten Wiener Gemeindebezirk, von 28. September bis 7. Oktober 2018 Fokusbezirk der zwölften Vienna Design Week 2018. „DREIBAUM“ nennt sich die Installation, die die Triale, Institut für Wissenstransfer und Gestaltungsforschung, im Auftrag der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) entworfen haben. „Der DREIBAUM ist die moderne Interpretation eines Hochstandes mit einer völlig neuen Formensprache. Gleichzeitig verbindet er einen der ältesten Rohstoffe der Menschheit – Holz – mit neuesten Komponenten aus dem 3-D-Drucker“, führt Maik Perfahl von Triale aus. „Die Installation beleuchtet das Spannungsfeld Jagd – Mensch – Gesellschaft und zeigt einen innovativen Zugang zur Jagd“, erklärt Rudolf Freidhager, Bundesforste-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz. „Die Nutzung der Natur hat sich über die Jahrhunderte stark verändert, mehr Menschen denn je nutzen heute die Natur für ihre Freizeitgestaltung. Interessensausgleich wird zum Gebot der Stunde. So kann der Hochstand nicht nur für die Jagd, sondern auch als Aussichtsplattform oder zur Naturbeobachtung verwendet werden.“ Ziel ist es, ein Bewusstsein für die unterschiedliche Nutzung von Naturräumen zu schaffen und verloren gegangene ökologische Zusammenhänge wieder zu vermitteln. Begleitet wird die Installation von einer kleinen Ausstellung, bei der sich die BesucherInnen mittels VR-Brille in 3-D in den Wald und an den Entstehungsort des DREIBAUMES versetzen können. 

Walddesign 4.0 - Hochstand aus dem 3-D-Drucker

Die namensgebende Konstruktion des DREIBAUMES fußt auf drei Stämmen aus naturbelassenem Fichtenholz, die über spezielle 3-D-Komponenten miteinander verbunden sind. „Es wird das Prinzip des dreibeinigen Klapphockers verwendet, um sich möglichst ökonomisch vom Boden abzuheben. Als Sitz oder Stand dient ein vorgefertigtes Mesh, ein netzartiges Material, das gleichzeitig die Stabilisierung des Dreibeins übernimmt und das Aufstellen durch eine Person ermöglicht“, erläutert Perfahl. Als Verbindungselemente für die drei Holzbeine wurden spezielle Komponenten für den 3-D-Druck entwickelt, die für eine elastische, aber stabile Grundkonstruktion sorgen. „Die Verbindungselemente bestehen aus einem Elastomer-Kern, einem besonders dehnbaren und formstabilen Kunststoff“, so Perfahl, „durch spezielle Materialprogrammierung im so genannten Hypermaterialverfahren wurde der Elastomer-Kern so programmiert, dass er  entstehende Lasten und Bewegungen laut- und geräuschlos aufnehmen kann.“ Abschließend wurden die Elastomer-Komponenten aus dem 3-D-Drucker gedruckt. „Der DREIBAUM verbindet Tradition mit Innovation, zeitgenössisches Design mit neuester 3-D-Technologie“, bringt es Freidhager auf den Punkt. Als Walddesign-Objekt trägt der DREIBAUM die Idee der Nachhaltigkeit naturgemäß in sich: Das für die Konstruktion benötigte Holz wurde in den Wäldern regional geerntet und vor Ort verarbeitet. Nach seinem Gastspiel bei der Vienna Design Week in Wien kehrt der Prototyp wieder an seinen Herkunftsort in die Weststeiermark zurück und wird seinem ursprünglichen Verwendungszweck – der Jagd und Naturbeobachtung in der Umgebung zur dauerhaften Nachnutzung übergeben. 

Offgrid-Experiment in einer entlegenen Waldhütte

Entstanden ist der Hochstand als Offgrid-Experiment in einer entlegenen Waldhütte der Bundesforste in einem Forstrevier in der Steiermark. Diese hatten die ÖBf der Triale als Outdoor-Labor und Experimentierstätte unter freiem Himmel zur Verfügung gestellt. „Der Wald dient dabei als Rückzugsort, als Ort der Inspiration und Muse, als Katalysator für kreative Schaffensprozesse“, so Rudolf Freidhager, „wir wollen neuen Ideen Raum und Rahmen geben. Die umliegende Natur soll dabei helfen, intuitive Ideen zu fördern.“ Die drei Gründungsmitglieder der Triale , Maik Perfahl (mostlikely), Tobias Kestel und Michael Tatschl (breaded escalope) folgen dabei der Idee des Black Mountain College, einer der einflussreichsten US-amerikanischen Kunstschulen des 20. Jahrhunderts. Die Waldhütte wurde als Atelier adaptiert und diente fortan als project space und Freiluft-Versuchslabor an der Schnittstelle zwischen Design, Architektur, Kunst, Natur und Umwelt. Inspiriert von der Natur der Umgebung, wird mit allem experimentiert, was die Natur so bietet – neben dem Hochstand ist etwa eine Serie aus nachhaltigen Do-it-yourself-Möbeln entstanden, Trinkbecher aus Naturharz und eine energieautarke Dusche unter freiem Himmel. 

Mehr Infos: www.triale.org 

Pressefotos

Installation DREIBAUM
8.9. bis 7.10. 2018, täglich 11–20 Uhr
Wald-Cocktail: Do 4.10., 18–19 Uhr 
Hotel am Brillantengrund, 1070 Wien, Bandgasse 4
www.viennadesignweek.at/events/dreibaum 
www.brillantengrund.com 


Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste 
Pia Buchner, Pressesprecherin
Tel. 02231 600-1520
E-Mail pia.buchner [AT] bundesforste [.] at 

TRIALE
Maik Perfahl, mostlikely 
Tel. 0699 108 456 97
E-Mail maik.perfahl [AT] mostlikely [.] at 

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