Villa am Vorderen Langbathsee

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Stellungnahme: Wildtierfütterungen und Petition "Rotwild in Not"

Gesundes Gleichgewicht aus Wald und Wild - Naturnahe Verhältnisse für das Wild in unseren Wäldern - Wälder mit Wildtieren, die möglichst naturnah leben können - Intakte Lebensräume für Mensch und Wild

Rotwild im Winter

 

Wald & Wild

  • Wir setzen uns für intakte und gesunde Wälder ein, in denen Wildtiere möglichst naturnah leben können.
     
  • Gesunde Wälder bieten den besten Lebensraum für unser Wild, unersetzlichen Erholungsraum für uns Menschen und Schutz vor Naturgefahren.
     
  • Wir setzen uns für ein gesundes Gleichgewicht aus Wald und Wild ein und schaffen naturnahe Verhältnisse für das Wild, denn Wild soll Wild bleiben dürfen!
     
  • Mit einer naturnahen Waldbewirtschaftung gestalten wir die Wälder so, dass sie für das Wild gut geeignet sind – als strukturreiche Wälder vom jungen Setzling bis zur knorrigen Eiche, mit vielen Baumarten und ausreichend Nahrung, damit die Tiere Abwechslung auf ihrem Speiseplan finden.

Wildtiere im Winter

  • Wildtiere sind an winterliche Witterungsbedingungen und Nahrungsengpässe grundsätzlich gut angepasst.
     
  • Sie können damit sehr gut umgehen und den Winter gut überstehen, sofern sie in ihrem Lebensraum ungestört sind.
     
  • Im Winter begeben sie sich von hohen Lagen in Tallagen, wo sie Nahrung finden.
     
  • Als natürliche Nahrung dienen ihnen Nadeln, Knospen, Sträucher und Blätter oder auch Flechten. Vor allem letztere sind sehr nährreich und werden vom Wild gerne angenommen.
     
  • Zu den Lieblingsbäumen der Wildtiere zählen im Winter zweifelsohne die Tanne, aber auch junge Lärchen, Eichen, Ahorn oder Buchen, die ganz oben auf der Speisekarte stehen.
     
  • Im Winter braucht das Wild aber vor allem eines: Ruhe! Daher appellieren wir an alle Waldbesucher, das Wild im Winter nicht zu beunruhigen oder stören!

Fütterungen im Winter

  • Futterkrippen bieten den Wildtieren ein zusätzliches Angebot. Gleichzeitig dienen diese dazu, die Wildtiere sanft in weniger schadensanfällige und ungestörtere Lebensräume zu lenken, in denen sie Rückzugsräume vorfinden.
     
  • Denn der Mensch hat über Jahrhunderte intensiv in Natur und Umwelt eingegriffen und die Landschaft gestaltet. Der Lebensraum von Wildtieren ist heute durch Verkehr und Infrastruktur, Tourismus und Siedlungsgebiete stark eingeschränkt.
     
  • In den Wäldern der Bundesforste befinden sich hunderte Fütterungen für Rotwild und Rehwild, die von unseren Jäger- und FörsterInnen regelmäßig befüllt werden.
     
  • Aufgrund der außerordentlichen Schneemengen der letzten Wochen waren unsere Jäger- und FörsterInnen österreichweit verstärkt im Einsatz, um bis zu zweimal täglich Futterkrippen zu befüllen- trotz teils widriger Bedingungen mit stundenlangen Fußmärschen in meterhohem Schnee!
     
  • Wo erforderlich, müssen Fütterungen in Absprache mit Behörden und Jägerschaft - verlegt oder aufgelassen werden, weil die Wildschäden zu hoch sind und der Schutzwald in seiner Schutzwirkung gefährdet ist.
     
  • Wie beispielsweise im Gasteiner Angertal, wo die Wildstände ein weit über die Tragfähigkeit des Lebensraums hinausgehendes Ausmaß erreicht und von den Behörden waldverwüstende Wildschäden festgestellt wurden.
     
  • Aufgrund dieser Wildschäden ist der Schutzwald im Angertal massiv gefährdet und kann sich nicht mehr erneuern. Zudem können ungebremster Wasserabfluss, Erosionen und Lawinen unabsehbare Folgen für die touristische Infrastruktur (z.B. Pisten) und Siedlungsräume nach sich ziehen. Am Talboden des Gasteiner Angertals mussten bereits technische Verbauungen errichtet werden, um auf den kahlen Hängen vor Erosion und Lawinen zu schützen und die ausfallende Schutzwirkung des Waldes zu kompensieren. Die Kosten dafür trägt der Steuerzahler!
     
  • Die Bundesforste halten sich selbstverständlich an alle Schuss und Schonzeiten wie gesetzlich vorgegeben! Ausnahmen gibt es nur in Einzelfällen und nach behördlicher Anordnung. Anders als unter rotwild-in-not.at angegeben gibt es KEINE generelle Forderung von Jagd auf Rotwild in der Schonzeit ebenso wenig wie die genannten Totalabschüsse.
     
  • Insgesamt entwickeln sich die Wildbestände in Österreich sehr gut. Auch in den Bundesforste-Wäldern hat das Wild in den letzten Jahrzehnten laufend zugenommen und befindet sich mancherorts sogar auf einem historischen Hoch!
     

Der Umweltdachverband Österreich begrüßt das moderne Waldbewirtschaftungskonzept der Bundesforste: Mehr dazu

Die Österreichischen Bundesforste bewirtschaften rund 10 % der Landesfläche und etwa 15 % des Waldfläche, 85% der Waldfläche wird von anderen Grund- und Jagdeigentümern bewirtschaftet. 

 

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