Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

Stories & Videos

Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

Video

Ameisentaxi: Wenn Ameisen übersiedeln

Umzug einer Waldameisen-Kolonie vom Wienerwald ins ZOOM Kindermuseum nach Wien

Ameisenhaufen Wienerwald (c) ÖBf-Archiv/Wolfgang Voglhuber
Foto: Ameisenhaufen Wienerwald (c) ÖBf-Archiv/Wolfgang Voglhuber

Die neue Waldameisen-Installation ist ein besonderes Highlight im Rahmen der Themenausstellung „ERDE.ERDE im ZOOM Kindermuseum. Dort können in die Jüngsten das Treiben am Ameisennest beobachten und damit einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und ihren Bewohnern lernen. Für die Installation haben wir einen Ameisenhaufen aus dem Wienerwald übersiedelt und eine ganze Waldameisenkolonie in das Wiener Museum gebracht. Eine außergewöhnliche forstliche Aufgabe, der sich unser Kollege und ausgebildeter Ameisenheger mit einem Experten der Universität Graz Ausschau widmete. Wir waren hautnah dabei:

Das große Krabbeln: Übersiedelung eines Ameisenhaufens ins ZOOM Kindermuseum

(c) Österreichische Bundesforste, 2019
// Aufnahmen: Viktoria Kiss-Geyer im Forstrevier Breitenfurt im Wienerwald (NÖ)
// entstanden in Zusammenarbeit mit Manfred Christ (cosmos factory)

Waldameisen – die unermüdlichen Bodenarbeiterinnen

Die Rote Waldameise (Formica rufa) ist die am häufigsten verbreitete Art, die die meisten von uns kennen. Auffällig sind vor allem ihre Ameisennester, die gewaltige Ausmaße annehmen können. Waldameisen halten den Wald gesund, indem sie den Boden durchlüften, Pflanzensamen verbreiten und pflanzliche und tierische Abfälle verwerten. Pflanzen können dadurch besser wachsen. Sie bilden große Lebensgemeinschaften, in denen jedes Tier eine bestimmte Aufgabe übernimmt: Nestbau, Futtersuche, Aufzucht des Nachwuchses, Beschützen des Nestes, Verteidigen vor Feinden und vieles mehr. Ameisen verständigen sich untereinander, indem sie sich mit den Fühlern berühren und Duftstoffe aus Drüsen an ihrem Hinterleib spritzen. Im Zentrum des Baus befindet sich die Ameisenkönigin, sie legt Eier und bleibt immer im Nest.

Bis zu 1 Million Waldameisen in einem Ameisenhügel

Waldameisen bauen Hügelnester, wobei sich der größere Teil des Nestes unter der Erde befindet. Ameisenhügel können ziemlich hoch sein und bestehen aus vielen kleinen aufgeschütteten Pflanzenteilen. Im Ameisenhügel ist es fast das ganze Jahr über kuschelig warm. Deshalb sind Ameisen von März bis Oktober immer aktiv. Im Winter jedoch fallen die Ameisen in eine Kältestarre.

Bitte nicht stören!

Jetzt im Frühling erwachen die Ameisen wieder aus der Winterstarre, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den Waldboden treffen. Ameisen brauchen vor allem Licht und Wärme, weswegen Ameisenhügel bevorzugt an Waldrändern oder an Forststraßen anzutreffen sind. Für WaldbesucherInnen gilt: Ameisenhaufen nicht mutwillig (zer)stören, sondern aus etwas Entfernung das rege Treiben dieser faszinierenden Lebewesen beobachten.

 

„ERDE.ERDE“ – Mitmachausstellung zum Thema Boden
Installation „Ameisenkolonie“
in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Bundesforsten
Laufzeit März – September 2019 | Für Kinder von 6 – 12 Jahren
Mehr Infos unter www.kindermuseum.at 

Seite teilen auf: