Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Fotofallen-Pirsch auf den Luchs

Mit Wildtierkameras wollen die Österreichischen Bundesforste dem Luchs auf die Spur kommen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern, der Gregor Louisoder Umweltstiftung sowie den Bayerischen Staatsforsten, wurden 12 Fotofallen-Standorte zum Großteil auf den Flächen des Forstbetriebs Pinzgau nahe der Bayerischen Grenze installiert.

Luchs (Lynx lynx)

Im Dezember 2015 wurde erstmals ein Luchs im Bayerischen Alpenraum durch eine Wildtierkamera nachgewiesen. Der männliche Luchs mit dem Namen Alus war aus Nord-Ost Italien zugewandert. Diesem ersten handfesten Beweis eines Luchses wollen die Kooperationspartner weiter nachgehen. Ziel des Projektes ist es, einen weiteren Luchs-Nachweis über Fotofallenbilder in der Region zu bekommen. Für die zersplitterten Luchsvorkommen im Alpenraum wäre es wichtig, weitere Regionen als Luchslebensräume zu gewinnen.  

In Bayern gibt es bislang nur im Bayerischen Wald eine stabile Luchspopulation. In Österreich leben Luchse im daran angrenzenden Mühlviertel und in kleiner Anzahl im Nationalpark Kalkalpen. „Im gemeinsamen Projekt mit der Gregor Louisoder Umweltstiftung sehen wir eine gute Kooperationsmöglichkeit zwischen unseren Betrieben. Wir sind sehr daran interessiert herauszufinden, ob ein oder mehrere Luchse dauerhaft auf unseren Flächen umherstreifen“, sind sich die beiden Forstbetriebsleiter Winfried Weinberger (ÖBf-Forstbetrieb Pinzgau) und Thomas Zanker (Forstbetrieb Saalforste, Bayer. Staatsforste) einig.     

Zuverlässige Daten mittels Fotofallenmonitoring
Mit dem Einsatz von Fotofallen wird eine Erfassung des Luchsbestands in aktiver und systematischer Weise möglich. Die damit gewonnenen Daten sind verlässlicher als zufällig gesammelte Daten. Daher können sie ein genaueres Bild vom Zustand der Population liefern und tragen so zu einer deutlichen Verbesserung des Luchsmonitorings bei. Jeder Luchs hat ein charakteristisches Fleckenmuster. Anordnung, Größe, Aussehen und Anzahl der Flecken sind bei jedem Luchs individuell verschieden. Zwei Luchsindividuen können aber nur durch den Vergleich derselben Körperseite unterschieden werden. Daher wird versucht, das Tier mit seiner gesamten Körperflanke zu fotografieren. Der Auswahl geeigneter Fotofallen-Standorte kommt dabei eine große Bedeutung im Fotofallenmonitoring zu. Sie setzt profunde Kenntnis der Lebensweise des Luchses und viel Erfahrung im Freiland voraus.  

*** UPDATE 07.10.2016: Luchs Alus tappt in Fotofalle ***
Bereits nach knapp vier Wochen konnte das erste Luchs-Bild ausgelesen werden. Es handelt sich dabei um den männlichen Luchs namens Alus, der aus Nord-Ost Italien zugewandert ist.

*** UPDATE 10.02.2017: Luchs Alus bleibt in seinem Revier ***
Auch der zweite Kontrolldurchgang des Fotofallenprojekts im Pinzgau zeigt: Der männliche Luchs streift nach wie vor durch die Region - im Dezember 2016 ist die Aufnahme entstanden. Die Fotofallenstandorte werden alle paar Monate kontrolliert. Weitere Luchse wurden nicht aufgenommen - allerdings viele weitere Wildtiere wie Fuchs, Reh- und Rotwild und Gämsen.  

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