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Österreichische Bundesforste AG: Sehr gutes Ergebnis und größtes Investitionsprogramm in Unternehmensgeschichte

Bilanz zum Geschäftsjahr 2018 mit drittbestem Ergebnis – Investitionsoffensive von über 300 Millionen Euro – Klimabedingter Waldumbau bis 2050

  • Bilanz trotz schwierigen Marktumfelds und Wetterextremen mit sehr gutem Ergebnis
  • Betriebsleistung mit 238,0 Mio. Euro leicht gestiegen, Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 26,4 Mio. Euro zurückgegangen
  • Klimawandel verursachte Kosten von über 23 Mio. Euro
  • Wachstum bei Immobilien und Dienstleistungen, Ausbau der Erneuerbaren Energie
  • Bis 2025 über 300 Mio. Euro Investitionen in Erneuerbare Energie, Immobilien und Waldbau

Schwieriges Marktumfeld, Witterungsextreme und Holzmärkte im Umbruch: Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG) im Geschäftsjahr 2018 ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Betriebsleistung stieg leicht auf 238,0 Mio. Euro (2017: 235,6 Mio.), das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging im Vergleich zum Vorjahr mit 26,4 Mio. Euro (2017: 29,8) ebenso wie das EBITDA mit 39,7 Mio. Euro (2017: 44,1) zwar zurück, beide blieben jedoch auf einem hohen Niveau. „Es war ein herausforderndes Jahr im Wald“, resümiert Rudolf Freidhager, Vorstandssprecher und Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz, das Geschäftsjahr 2018 anlässlich der Bilanz-Präsentation. „Dennoch konnten wir uns am Holzmarkt sehr gut behaupten und sogar das drittbeste Ergebnis vor Steuern (EBT) in der Konzerngeschichte erwirtschaften“, berichtet der Vorstand. Wesentliche Einflussfaktoren waren das hohe Schadholzaufkommen in Zentraleuropa, der deutliche Anstieg von Holzimporten aus den Nachbarländern und damit verbunden das Nachgeben des Holzpreises. „Die Rohholzproduktion in ganz Mitteleuropa steht unter Druck. Die gute Konjunktur ist in der Forstwirtschaft nie angekommen“, fasst Freidhager zusammen. „Als nahezu einziger Staatsforstebetrieb in Europa können wir ein deutlich positives Jahresergebnis vorweisen“. Mit Windwürfen, extremen Trockenperioden und starkem Schädlingsaufkommen wie dem Borkenkäfer hat auch der Klimawandel wiederholt seine Spuren in der Bilanz hinterlassen. „2018 hat uns der Klimawandel rund 23,6 Millionen Euro gekostet“, konstatiert Freidhager. „Im Vergleich zum Vorjahr (2017: 15,7 Mio.) sind die Klimawandelkosten um rund die Hälfte gestiegen.“ Dennoch wurde trotz eines erhöhten Schadholzanteils von 66 % nicht mehr geerntet als nachwächst. „Mit 1,522 Millionen Erntefestmetern (Efm) haben wir die nachhaltige Holzerntemenge trotz Marktverwerfungen und Wetterkapriolen punktgenau eingehalten“, betont Freidhager. Zum Unternehmenserfolg maßgeblich beigetragen haben die nicht-forstlichen Geschäftsbereiche, deren Anteil an der gesamten Betriebsleistung bereits 42 % beträgt. Der Bereich Immobilien konnte mit einer Steigerung auf 46,4 Mio. Euro (+2,4 %) ebenso zulegen wie der Bereich Dienstleistungen mit 15,7 Mio. Euro (+5,4 %). Der Ausbau des Bereichs Erneuerbare Energie wurde mit zwei neuen Kleinwasserkraftwerken fortgesetzt.
    
Investitionen in die Zukunft: 300 Millionen Euro bis 2025

Für die nächsten Jahre stehen die Zeichen auf Investition. „Im Fokus der neuen Strategie 2025/50 stehen die großen Zukunftsthemen – Klimawandel, Waldumbau, Sicherung der Ertragskraft auf lange Sicht“, blickt Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien voraus. „Bereits in den letzten Jahren haben wir stark investiert und diese erfolgreiche Strategie wollen wir nun fortsetzen. Mit dem neuen „Unternehmenskonzept 2025/50“ starten wir heuer das größte Investitionsprogramm in der Unternehmensgeschichte. Bis 2025 sind insgesamt über 300 Millionen Euro an Investitionen und Aufwendungen in den Waldbau geplant. Allein im Bereich Immobilien und Erneuerbare Energie entspricht dies einer Steigerung von über 50 Prozent pro Jahr.“ Ein Drittel wird mit rund 103 Mio. Euro in den Bereich Erneuerbare Energie fließen, davon rund 78 Mio. Euro in die Windkraft und rund 25 Mio. Euro in die Kleinwasserkraft. Weitere rund 60 Mio. Euro entfallen auf den Bereich Immobilien und die Entwicklung von Liegenschaften und Objekten. Mit rund 100 Mio. Euro geht ein weiteres Drittel in den Waldbau. „Durch die Folgen des Klimawandels werden die Wälder bereits heute stark gefordert. In den kommenden Jahren wird es darum gehen, die Wälder an den Klimawandel anzupassen und bis 2050 in artenreiche, klimafitte Mischwälder umzubauen. Unsere Aufgabe ist es, Wälder zu schaffen, die den zunehmenden Wetterkapriolen wie Stürmen, Trockenperioden, aber auch Starkniederschlägen und Waldschädlingen besser gewachsen sein werden“, erläutert Schöppl. Verstärkt wird die Schädlingsprävention, die bis zu 4 Mio. Euro pro Jahr kostet, und die Pflege von sensiblen Schutzwäldern, für die rund 3 Mio. Mio. Euro zusätzlich pro Jahr aufgewendet werden. „Das Investitionsprogramm entspricht unserem Ansatz, mit den uns anvertrauten Ressourcen nachhaltig und weitsichtig zu wirtschaften und die Ertragskraft des Unternehmens durch Diversifizierung und Innovation abzusichern“, so Finanzvorstand Georg Schöppl. 

Kerngeschäft Forst/Holz trotz Marktdruck auf hohem Niveau

Die Betriebsleistung des Bereichs Forst/Holz konnte trotz gesunkener Durchschnitts-erlöse und höheren Holzerntekosten mit 132,9 Mio. Euro auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten werden (2017: 131,0 Mio.). Und dies obwohl der Durchschnittspreis in den letzten fünf Jahren von 79,40 Euro/Festmeter auf 69,80 Euro/Festmeter gesunken ist, während die Holzerntekosten im gleichen Zeitraum um 12,6 % gestiegen sind. Die Nachfrage zeigte sich über das gesamte Jahr 2018 stark schwankend. Nach einem eher zurückhaltenden Jahresbeginn kamen zur Jahresmitte bedingt durch Windwürfe und Borkenkäfer außergewöhnlich große Schadholzmengen aus ganz Mitteleuropa auf den Markt. Erneute Verwerfungen brachte das Sturmtief „Vaia“ im Herbst. „Mengen- steuerung, hohe Lagerstände und Holzdisposition im gesamten Bundesgebiet erwiesen sich als große Herausforderung, um alle Kundenwünsche sortimentsgetreu zu erfüllen“, weist Freidhager auf den unruhigen Markt hin. Aufgrund des Überangebots vor allem an Fichte wurde Laubholz trotz anhaltender Nachfrage knapp. Im Trend lag die Eiche, aber auch die Esche, von der ebenso wie von anderen Werthölzern wie Zirbe, Tanne oder Bergahorn tausende Festmeter über die eigene Online-Auktionsplattform www.holzauktionen.at verkauft wurden. 

Weniger Käferholz, mehr Schadholz und noch mehr Waldpflege

Zurückgegangen ist erfreulicherweise das Käferholz, dessen Anteil am Schadholz bei 24 % bzw. 240.000 Efm liegt. Die intensive Waldpflege zeigt ihre Wirkung, denn im Gegensatz zum österreichweiten Trend, der einen deutlichen Anstieg von Käferholz brachte, konnte der Käferholzanteil in ÖBf-Wäldern zum vierten Mal in Folge gesenkt werden. In den inneralpinen Lagen war die Borkenkäfer-Situation aufgrund Höhenlage und Niederschlägen etwas besser. Die Gebiete nördlich der Donau hingegen, etwa im Waldviertel, litten nicht nur unter dem Borkenkäfer, aufgrund der extremen Trockenheit war auch einen Ausfall an Jungpflanzen zu verzeichnen. Insgesamt ist der Schadholzanteil nach Rückgängen in den Vorjahren wieder angestiegen und lag mit rund 1 Million Erntefestmetern (2017: 680.000 Efm) bei 66 %. Der Großteil bzw. 680.000 Efm ist auf lokale Wetterextreme und auf das Sturmtief „Vaia“ zurückzuführen. Das Schadholz konnte im Rahmen der laufenden Holzernte abgearbeitet und in der geplanten Jahresmenge untergebracht werden. 

Entsprechend hoch waren 2018 die Aufwendungen in Waldpflege, die verglichen zum Vorjahr um 16 % auf 12,1 Mio. Euro (2017: 10,4 Mio.) gestiegen sind. Auch die Kosten für Borkenkäferbekämpfung, die rund ein Drittel der Waldpflege ausmachen, fielen mit 4,6 Mio. Euro deutlich höher aus als im Vorjahr (2017: 3,3 Mio.). Die Aufwendungen für Aufforstungen konnten hingegen weiter gesenkt werden, sie lagen bei 2,2 Mio. Euro (2017: 2,3 Mio.). „Wir wollen die Kraft der Natur nutzen und setzen mittel- und langfristig auf den natürlichen Nachwuchs von Bäumen. Denn sie können sich ihrem Umfeld besser anpassen und sind widerstandsfähiger gegenüber Außeneinflüssen als gesetzte Pflanzen“, erklärt Rudolf Freidhager. Wo es nötig ist, etwa auf Schutzwaldflächen oder nach Windwürfen, werden Nachpflanzungen vorgenommen. 2018 wurden 1,9 Mio. Jungpflanzen gesetzt (2017: 2,1 Mio.), die Hälfte davon heimische Fichte und verstärkt Lärche, aber auch Tanne, Douglasie, Eiche, Ahorn, Kiefer und Eibe. 

Jagd und Fischerei stabil

Mit 22,3 Mio. Euro bleibt die Betriebsleistung des Bereichs Jagd/Fischerei etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2017: 22,2 Mio.). Für die zukünftige Waldbewirtschaftung kommt der Jagd eine Schlüsselrolle zu. „Nach wie vor sind punktuell sehr hohe Waldschäden durch überhöhte Wildstände ein großes Thema – jeder fünfte Baum in Österreich ist von Wild verbissen“, stellt Freidhager fest. „Wir sind gefordert, effektive Maßnahmen setzen, insbesondere in Schutzwäldern. Unser Credo ist ein ökologisches Gleichgewicht aus Wald und Wild, unser Ziel intakte Wälder mit gesunden Wildtieren, die so naturnah wie möglich leben können. Dazu sind wir in einem breiten Dialog mit der Jägerschaft“, betont Freidhager. Jagdreviere mit stark geschädigten Wäldern werden wo erforderlich in Eigenbewirtschaftung übernommen. Auch bei der Fischerei lautet die Devise, Lebensräume so naturnah wie möglich zu belassen. Der Fokus liegt auf heimischen, regionstypischen Fischarten und nachhaltiger Bewirtschaftung. 2018 zeichnete sich eine gestiegene Nachfrage nach Angel-Lizenzen ab (+ 40 %). Österreichweit bewirtschaften die Bundesforste rund 550 Fischereireviere. 

Immobilien weiter auf Wachstumskurs

Weiter gewachsen ist der Geschäftsbereich Immobilien, dessen Betriebsleistung von 45,5 Mio. auf 46,4 Mio. Euro (+2,4 %) gestiegen ist. Mit einem Anteil von knapp 20 % an der Betriebsleistung sind die Immobilien der zweitstärkste Geschäftsbereich nach dem Kerngeschäft Forst/Holz. Quer durch alle Geschäftsfelder war eine anhaltend hohe Nachfrage zu verzeichnen, deutliche Zuwächse gab es in den Bereichen Verkehr (+11,3 %) und Wintertourismus (+9 %). Auch bei den Baupachten (+12,6 %) und den Baurechten (+ 2,8 %) war das Interesse unverändert hoch – vom sozialen Wohnbau über Gewerbeimmobilien bis hin zum Einfamilienhaus. „Die Anzahl der Baurechts- und Baupacht-Verträge kletterte 2018 auf rund 770 Verträge – ein neuer Höchststand“, freut sich Immobilien-Vorstand Georg Schöppl. „Bis 2025 wollen wir Betriebsleistung und Ergebnisbeiträge im Bereich Immobilien um 25 Prozent steigern“, nennt Schöppl ehrgeizige Ziele. „Dabei wollen wir die Qualität und Wertschöpfung unserer Objekte und Liegenschaften heben und gleichzeitig leistbaren, attraktiven Wohnraum schaffen. Zukünftig werden wir verstärkt auch auf eigenen Flächen Wohnbau-Projekte entwickeln. Auch ist uns der Erhalt und die Sanierung kulturhistorisch wertvoller Bauten ein großes Anliegen“, berichtet Schöppl. Aktuell entsteht in Mondsee-Loibichl (OÖ) ein Wohnpark mit zwölf Wohneinheiten, ebenso in St. Johann im Pongau (Sbg.) mit neun Wohneinheiten. Erst kürzlich fertiggestellt wurde der Umbau einer alten Forstverwaltung zu einem Mehrparteienhaus in Alland bei Wien (NÖ). Die Bundesforste sind einer der größten Immobilienbewirtschafter des Landes und betreuen mehr als 4.000 Objekte und über 50.000 Liegenschaften. Die Betriebsleistung des Immobilienbereichs hat sich seit der Neugründung 1997 von 13,7 Mio. auf 46,4 Mio. Euro mehr als verdreifacht, die durchschnittliche Steigerung beträgt rund 4 % pro Jahr.

Forstliche Dienstleistungen stark gefragt

Positiv entwickelte sich auch der Geschäftsbereich Dienstleistungen, dessen Betriebsleistung um 5,4 % auf 15,7 Mio. Euro (2017: 14,9 Mio.) gestiegen ist. Stark nachgefragt war der Bereich Baumbegutachtung mit einem Großauftrag für rund 60.000 Bäume und 6.500 ha Gehölzflächen entlang von Autobahnen und Schnellstraßen. Weitere Verträge konnten mit Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen abgeschlossen werden. Dazu kommen etwa 17.000 Hektar Waldflächen, die für Dritte (Private, Kommunen, Kirche) forstlich betreut und bewirtschaftet werden. Forstliche Expertise war auch bei zahlreichen Walderschließungen nach regionalen Sturmereignissen gefragt. Auch im Tourismus kommt das Know-how der Bundesforste zum Einsatz: Rund 300 Projekte im Naturraum wurden geplant und betreut, dazu zählt beispielsweise die Neugestaltung der viel besuchten Liechtensteinklamm (Sbg.) nach einem Felssturz oder auch die Planung und Errichtung von Mountainbike-Strecken, Skipisten oder Naturlehrpfaden.

Erneuerbare Energie: Zwei neue Kleinwasserkraftwerke in Betrieb

Der Ausbau des jüngsten Geschäftsbereichs Erneuerbare Energie wurde 2018 planmäßig fortgesetzt. Mit dem KWK Taurach und KWK Luggauerbach wurden in Salzburg zwei neue Kleinwasserkraftwerke (KWK) in Betrieb genommen, das bestehende Kleinwasserkraftwerk Hallstatt wurde um ein Trinkwasserkraftwerk erweitert. Die installierte KWK-Leistung konnte damit um 18,6 % auf 74 Mio. Kilowattstunden (kWh) gesteigert werden (2017: 62 Mio. kWh). „Mit 16,5 Millionen Euro Betriebsleistung (Anm.: ÖBf-Anteil über alle Anlagen) trägt der Geschäftsbereich Erneuerbare Energie bereits einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg bei“, sieht Georg Schöppl die erfreuliche Entwicklung des jüngsten nicht-forstlichen Geschäftsbereiches. Aufgrund des niedrigen Wasserdargebots und der geringeren Windausbeute liegt die Stromerzeugung im Vergleich zum vorherigen Rekordjahr mit 304 Mio. kWh (2017: 335 Mio. kWh) zwar etwas zurück, erfreulich ist jedoch, dass alle Anlagen technisch reibungslos liefen. „Wir werden in den nächsten Jahren weiter in diesen Sektor investieren und mit den geplanten Investitionen die Energieproduktion aus Strom und Wasser bis 2025 verdoppeln“, sagt Georg Schöppl. „Für den Windpark Pretul ist eine Erweiterung um zusätzliche Windanlagen im Gemeindegebiet Spital/Semmering und Mürzzuschlag geplant, die bereits zum UVP-Verfahren eingereicht wurde. In Tirol läuft gerade ein Genehmigungsverfahren für ein weiteres Kraftwerk. Wir spüren die Folgen des Klimawandels in unseren Wäldern deutlich und sind überzeugt davon, dass an der Energiewende kein Weg vorbeiführt. Daher unterstützen wir die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Photovoltaik und leisten unseren Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele.“ Aktuell betreiben die Bundesforste allein oder mit Partnern acht Kleinwasserkraftwerke, ein Windkraftwerk sowie ein Waldbiomassekraftwerk. Die Versorgungsleistung umfasst 80.000 Haushalte mit Strom und 17.000 Haushalte mit Wärme. 

Über 20 Millionen Euro an die Republik ausgeschüttet

„Trotz des schwierigen Marktumfelds waren die Bundesforste auch 2018 wie alle Jahre davor auch ein Nettozahler an die Republik. Für das Geschäftsjahr 2018 werden 20,8 Mio. an die Republik abgeführt“, hält Finanzvorstand Georg Schöppl fest. Die Dividende beträgt 7,0 Mio. Euro (2017: 11,7 Mio.), das Fruchtgenussentgelt 8,3 Mio. Euro (2017: 9,5 Mio.) samt Ertragssteuern in der Höhe von 5,5 Mio. Euro (2017: 6,8 Mio.). Seit ihrer Ausgliederung und Neugründung 1997 sind die Bundesforste ein verlässlicher Partner der Republik und leisten einen jährlichen Beitrag zum Staatshaushalt in Form von Fruchtgenussentgelt, Steuern und Dividende. „In Summe haben die Bundesforste seit ihrer Ausgliederung bereits rund 530 Millionen Euro zum Bundesbudget beigetragen“, unterstreicht Schöppl. 

Ausblick 2019

„Das wirtschaftliche Umfeld ist volatil, auch bleiben Marktdynamik und Preisdruck weiterhin hoch“, beschreibt Rudolf Freidhager die aktuelle Situation. „Doch mit der Diversifizierung ist das Unternehmen breit aufgestellt und mit der neuen Strategie 2025/50 sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Ein breites Investitionsprogramm ist bereits angelaufen. Im Kerngeschäft Forst/Holz wollen wir trotz Marktverwerfungen und Wetterkapriolen auf Nachhaltigkeitskurs bleiben und werden den Waldumbau in Richtung 2050 fortsetzen. Unser langfristiges Ziel ist es, Substanz aufzubauen, damit auch die nächsten Generationen einen gesunden, artenreichen und schönen Wald vorfinden, mit dem man auch Geld verdienen kann“, so Rudolf Freidhager abschließend. 

Über die Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG)

Das seit 1925 bestehende Unternehmen wurde 1997 aus der Bundesverwaltung ausgegliedert und als Aktiengesellschaft neu gegründet. Alleinaktionärin der ÖBf AG und Eigentümerin aller ÖBf-Flächen ist die Republik Österreich. Für das Recht zur Bewirtschaftung leistet das Unternehmen einen jährlichen Budgetbeitrag an die Republik. Mit 850.000 ha sind die Bundesforste der größte Naturraumbewirtschafter in Österreich, 10 % der Staatsfläche, darunter 74 der größeren Seen, und 15 % der Waldflächen sind den Bundesforsten anvertraut. Leitprinzip ist die Nachhaltigkeit: Der Natur wird nicht mehr entnommen als wieder nachwächst. Das Naturunternehmen der Republik Österreich beschäftigt heute rund 1.000 MitarbeiterInnen in 15 Forst- und Nationalparkbetrieben, der Sitz der Unternehmensleitung befindet sich in Purkersdorf im Wienerwald (NÖ).

Pressefotos

Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht zum Geschäftsjahr 2018 (pdf)


Rückfragehinweis:
Österreichische Bundesforste AG
Mag. Pia Buchner MAS, Pressesprecherin
Tel. 02231-600-1520
E-Mail pia.buchner@bundesforste.at

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