Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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BP Wienerwald

Rätselhafter Wienerwäldler - Wer bin ich?

Haben Sie erraten, um wen es sich handelt?

Der Zimtbär (Phragmatobia fuliginosa)

Der rätselhafte Wienerwäldler des Monats ist diesmal ein Schmetterling aus der Familie der Bärenspinner.

Genau genommen ist der Zimtbär ein zimtfarbener Nachtfalter. Man kann ihn in den späten Abendstunden an Waldrändern und auf Wiesen und Weiden antreffen, sogar bis in 3.000 m Höhe.

Schmeckt gar nicht fein

Der appetitlich klingende Name täuscht jedoch. Vögel merken rasch, dass Zimtbären völlig ungenießbar sind. Weder der Schmetterling noch dessen Raupen sind zum Verzehr geeignet. Vielleicht würde die Bezeichnung „Rostflügelbär“, die ebenfalls gebräuchlich ist, seinen Geschmack besser beschreiben?

Kein Feinschmecker

Bei den Zimtbären überwintern die Raupen. Die erste Generation der Falter erscheint dann von Mitte April bis Anfang Juni, die zweite im Juli oder August. Diese ist besonders zahlreich: Bis zu 500 Eier werden an der Blattunterseite von Futterpflanzen abgelegt. Wählerisch ist der Zimtbär dabei nicht. Ob Brennnessel, Spitzwegerich, Brombeere oder Schlehe – den Raupen schmeckt alles, was so am Weg- oder Ackerrand wächst.

In höheren Lagen der Alpen reicht die Anzahl der warmen Tage, in denen genügend Futterpflanzen vorhanden sind, nur für eine Schmetterlings-Generation.

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