Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

BP Wienerwald

Rätselhafter Wienerwäldler - Wer bin ich?

Haben Sie erraten, um wen es sich handelt?

Zeichnung: Patricia Lechner

Der Bienenwolf (Philanthus triangulum)

Viel gruseliger noch als die Geschichte von Rotkäppchen wäre die Geschichte vom Bienenwolf. Gut, dass es sich dabei nicht um einen gestreiften Wolf, sondern um ein zu den Grabwespen gehörendes Insekt handelt! Die Weibchen des Bienenwolfs können bis zu 18mm lang werden, wohingegen die Männchen mit nur maximal 10mm deutlich kleiner sind.

Ein gnadenloser Jäger

Die Hauptbeute des Bienenwolfs in Mitteleuropa ist die Honigbiene. Dabei sind es die Bienenwolf-Weibchen, die diese für die Entwicklung ihrer Larven benötigen. Erspäht nun ein Bienenwolf eine Honigbiene, so stürzt er sich blitzschnell auf sie und lähmt sie mit einem gezielten Stich. Anschließend presst er seinen Hinterleib so fest gegen den seiner Beute, dass sie einen Nektartropfen erbricht – den der Bienenwolf sofort aufleckt. Die wehrlose Biene wird nun vom Bienenwolf zu einem von ihm gegrabenen Stollensystem (die Erdlöcher sind bis zu einem Meter lang und haben mehrere Kammern) gebracht, wo sie zusammen mit bis zu sechs anderen Honigbienen den Larven des Bienenwolfs als Nahrung dienen wird.

Haltbar auch ohne Kühlschrank

Damit die gefangenen Honigbienen noch lange für die Larven als Nahrung frisch bleiben, werden sie gründlich vom Bienenwolf mit den Mundwerkzeugen gesäubert. Diese Behandlung macht die Honigbienen mehrere Tage lang haltbar, wohingegen sie ohne diese Putzaktion bereits nach nur wenigen Stunden verderben würden.

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