Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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NP Kalkalpen

Wie Buchen den Frost überlisten

Später Wintereinbruch im Nationalpark Kalkalpen: Buchen mit Lebensversicherung

Besonders in Gebirgsbuchenwäldern kommt es immer wieder vor, dass Rotbuchen ihre Knospen bereits geöffnet haben und im Mai nochmals Schnee fällt. Die Buche hat sich seit ihrer Ausbreitung nach der letzten Eiszeit (das war bei uns in den höher gelegenen Alpen vor ca. 3000 Jahren) an späte Kälte- und Schneeereignisse gut angepasst und eine Art Lebensversicherung entwickelt.

Die ersten grünen Buchenblätter sprießen ab Anfang Mai im Bergwald, ein Teil der Buchenknospen öffnet sich aber erst einige Wochen später. Sollte die erste „Blattrunde“ dem Frost zum Opfer fallen, hat der Baum noch immer die restlichen „schlafenden Knospen“, die dann erst zum wärmeren Zeitpunkt aufspringen.

Wie Buchen den Frost überlisten

Naturtalent Buche

Eine 100-jährige Buche

  • kann ca. 15 Erwachsene mit Sauerstoff versorgen
  • hat ca. 600.000 Blätter (das ist die Fläche von 2 Fußballfeldern)
  • filtert pro Tag 36.000 Kubikmeter Luft
  • verdunstet an heißen Tagen bis zu 400 Liter Wasser pro Tag

Buchenwälder unter Weltnaturerbeschutz im Nationalpark Kalkalpen

Im Nationalpark Kalkalpen stehen ca. 5200 Hektar Buchenwälder unter strengem Weltnaturerbeschutz. Auf Bundesforste-Fläche steht die derzeit älteste bekannte Buche im Alpenraum – sie wurde mit unglaublichen 550 Jahren datiert. Der Nationalparkbetrieb der Bundesforste betreut unter anderem Buchenwaldgesellschaften die UNESCO Weltnaturerbe sind, in Form von: Totholzaufnahmen, Fachführungen und Beaufsichtigung der besonders geschützten Flächen.

 

(c) Österreichische Bundesforste, 2019
// Aufnahmen: Roman Paumann, ÖBf-Gebietsbetreuer
// aufgezeichnet im Nationalpark Kalkalpen
// entstanden in Zusammenarbeit mit Manfred Christ (cosmos factory)

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