TECH4EFFECT - Wirtschaftliche und nachhaltige Holzproduktion in Europa

EU-Projekt im Rahmen des Förderprogramms Horizon2020 für wissens- und technologiebasiertes, effizientes Forstmanagement in Europa.

Um die EU-Klimaschutzziele zu erreichen und die Abhängigkeit Europas von fossilen Rohstoffen zu verringern, werden steigende Holzmengen benötigt. Das Forschungsprojekt TECH4EFFECT zielt in den kommenden vier Jahren darauf ab, Holz zu mobilisieren und gleichzeitig negative Umweltauswirkungen durch die Holzernte zu reduzieren. Die Holzernte ist der kosten- und ressourcenintensivste Teil der Waldbewirtschaftung, mit den stärksten Auswirkungen auf die Waldökosystemleistungen. Vergleichsweise kleine Verbesserungen bei der Holzernte können zu potenziell großen Verbesserungen in Kosten-, Arbeits- und Ressourceneffizienz führen. In dem vom norwegischen Forschungsinstitut NIBIO koordinierten Forschungsprojekt arbeiten 17 Partner aus sieben Ländern an einer effizienteren und umweltschonenderen Holzproduktion und Holzbringung sowie an einem besseren Verständnis der Geschäftsprozesse in der Wertschöpfungskette. Dazu wird ein webbasiertes Benchmarking-Tool zur Erfassung und Systematisierung von Holzernteverfahren aus ganz Europa entwickelt. Dieses Benchmarking-Tool soll, basierend auf den großen Datenmengen, die in der modernen technisierten Forstwirtschaft zur Verfügung stehen, eine leicht zugängliche Entscheidungshilfe bieten.

Die Rolle der Österreichischen Bundesforste

Die Bundesforste sind als Wirtschaftspartner an mehreren Arbeitspaketen beteiligt. Der Schwerpunkt liegt auf der Produktivitätssteigerung und Kosteneffizienz in der Holzernte, für die verschiedenen zu untersuchenden Erntetechnologien sollen von den Bundesforsten Versuchsbestände und Daten zu Holzernteeinsätzen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden von ÖBf-Mitarbeitern Exkursionen zur Holzernte organisiert.

Das Konsortium

Neun Forschungsinstitute und Universitäten, drei Industriepartner und sieben KMUs sind an TECH4EFFECT beteiligt, welches vom norwegischen Forschungsinstitut NIBIO koordiniert wird. Das Konsortium umfasst führende Maschinenhersteller und Logistikexperten sowie große Waldbesitzer und Verbände von Waldeigentümern und Forstdienstleistern. Konsortialpartner aus ganz Europa repräsentieren die wichtigsten europäischen Waldtypen. Die einzelnen Partner sind

  • Norwegian Institute of Bioeconomy Research (NIBIO), Norwegen
  • Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR), Italien
  • European Forest Institute (EFI), Finland
  • Universität für Bodenkultur (BOKU), Österreich
  • Natural Resources Institute (LUKE), Finland
  • University of Copenhagen (UCPH), Dänemark
  • RTDS Association, Österreich
  • University of Freiburg (ALU-FR), Deutschland
  • Norskog, Norwegen
  • Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF), Deutschland
  • Österreichische Bundesforste (ÖBF), Österreich
  • Ibensoft, Dänemark
  • Skovdyrkerne, Dänemark
  • Ponsse Plc, Finland
  • Conaibo, Italien
  • Warsaw University of Life Sciences (SGGW), Polen
  • Latschbacher, Österreich
  • Konrad Forsttechnik, Österreich
  • Norwegian land and forest enterprise (Statskog), Norwegen

Finanzierung

Budget: € 5 Millionen

EU-Projekt im Rahmen des Förderprogramms Horizon2020: Für dieses Projekt wurden im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 720757 Fördermittel aus dem Bio Based Industries Joint Undertaking bereitgestellt.

Projektdauer: Oktober 2016 – September 2020

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