Wienerwald

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Naturgenuss im Herbst: Neophyten(delikat)essen

Indisches bzw. Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)

Mittlerweile kennt es jeder, ist es doch mit seinen leuchtenden rosafarbenen Blüten und seiner stattlichen Größe von bis zu 2,5 Metern kaum zu übersehen. Das ursprünglich aus dem Himalaya stammende Drüsige Springkraut kam im neunzehnten Jahrhundert erstmals als Gartenpflanze nach England und hat sich von dort bald in viele europäische Gärten ausgebreitet - und ist damit ein sogenannter "Neophyt", also eine Pflanze, die sich in Gebieten ansiedelt, in denen sie zuvor nicht heimisch war.

Mit Vorliebe wächst das Drüsige Springkraut an feuchten nährstoffreichen Standorten, gerne an Bachufern und auch entlang von Waldwegen. Nachdem es dort viele andere Pflanzen verdrängt und sich ungebührlich stark ausbreitet, gilt es als invasiver Neophyt. Seinen Namen hat es übrigens aufgrund der mit Drüsen besetzten Blattstiele und wegen seiner sehr sprungfreudigen Samen erhalten.

Um diesen Neophyten etwas einzudämmen hilft Ausreißen oder Mähen vor der Blütezeit. Haben sich aber schon Blüten gebildet, können wir seine Samen auch einfach aufessen.

Da sich die reifen Samenkapseln bei der leichtesten Berührung öffnen und die Samen dabei in alle Himmelsrichtungen springen, hilft ein einfacher Trick beim Ernten: Ein kleines Sackerl direkt über die reifen Samenkapseln halten und von außen dagegen klopfen.

Im unreifen Zustand sind die Samen hell, im reifen Zustand haben sie eine dunkle Farbe. Sowohl die hellen als auch die dunklen Samen können bei einem Spaziergang gleich roh als Knabberei gegessen werden.

Zu Hause kann man die Samen rösten:

Dazu die Samen ohne Fett in eine Pfanne geben und unter ständigem Rühren leicht anrösten. Diese Neophytendelikatesse kann man pur naschen oder über Suppen und Salate streuen. Da die Samen ein schönes Nussaroma haben, können sie überall statt anderer Nüsse verwendet werden.

Lediglich die grünen Pflanzenteile des Drüsigen Springkrauts sollte man nicht konsumieren, denn diese wirken stark abführend und harntreibend! 

Süßes Rezept "Springkraut-Blütengelee":

Zutaten:

Blüten gemeinsam mit den Kräutern, den Gewürzen, der aufgeschnittenen Zitrone und der Zitronensäure in eine Schüssel geben. Mit einem Liter Wasser übergießen und zugedeckt über Nacht stehen lassen. Den rosa gefärbten Saft über ein Sieb in einen Topf gießen. Gemeinsam mit dem Gelierzucker einige Minuten kochen lassen. Gelierprobe machen und damit die Konsistenz prüfen. In die vorbereiteten Schraubgläser füllen und gut verschließen.

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