Wienerwald

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Tierisches im Jänner

Eiskalte Entenfüße

Im Winter kann man beobachten, dass Enten stundenlang auf dem Eis stehen. Sie scheinen sich dabei nicht unwohl zu fühlen. Halten sie womöglich ihre Füße warm? Dann würde das Eis, auf dem sie stehen, schmelzen. Der dadurch entstehende Wasserfilm würde – aufgrund der niedrigen Umgebungstemperatur – nach kürzester Zeit wieder gefrieren und die Entenfüße würden festfrieren.

Das Gegenteil ist der Fall: Enten haben eiskalte Füße! Dass ihnen trotzdem nicht kalt wird liegt daran, dass sie über eine Art eingebauten Wärmetauscher in ihren Beinen verfügen. Dieser heißt Wundernetz (Rete mirabile) und besteht aus sehr feinen Arterien und Venen, die dicht beieinander liegen und so quasi ein Netz bilden. In diesen Blutgefäßen strömt das knapp 40 Grad warme arterielle Blut vom Körper in die Füße. Dabei fließt es sehr nah an den Venen vorbei, die das kalte Blut aus den Füßen zum Körper zurück transportieren. Das warme Blut erwärmt das kalte und kühlt dabei selbst ab. Bis es in den Füßen ankommt, ist es um einiges kälter. Bei Außentemperaturen von unter minus zehn Grad haben die Entenfüße daher nur noch zwischen null und fünf Grad!

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