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Tierisches im Februar

Habichtskauz: Frühlingsgefühle im Winter 

Für die meisten Vogelarten ist der Frühling die klassische Balz-Saison. Manche kommen erst dann aus ihren südlichen Winterquartieren zurück. Andere überwintern zwar bei uns, brauchen aber für die Aufzucht der Jungen ein großes Angebot an Insekten.

Der Habichtskauz dagegen balzt bereits im Februar oder März. Seine Balzrufe hallen bei Anbruch der Dämmerung und vor Sonnenaufgang durch den Wald. Wer dabei an melodiösen Gesang denkt, liegt allerdings falsch. Der Ruf des Männchens klingt eher wie hundeähnliches Bellen und der des Weibchens wie ein heißeres Krächzen.

Als Mäusejäger ist der Habichtskauz nicht so sehr an das Wiedererwachen der Natur gebunden. Vielmehr richtet sich seine Motivation zum Brüten nach der Mäusedichte. Und die hängt wiederum eng mit dem verfügbaren Nahrungsangebot für Mäuse zusammen. War im Herbst der Tisch mit vielen Baumsamen reich gedeckt, kommen die Mäuse zahlreich durch den Winter und die Chancen auf einen Bruterfolg für den Habichtskauz sind hoch.

Dank des erfolgreichen Wiederansiedlungsprojekts in Niederösterreich breiten sich die Habichtskäuze langsam wieder aus. Mit etwas Glück kann man sie daher im Wienerwald oder im Wildnisgebiet Dürrenstein rufen hören oder sogar sehen.

Aber auch indirekt, nämlich über Federn und Gewöllefunde, kann man diesen großen Eulen auf die Spur kommen. Über solche Fundstücke freut sich das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie, Savoyenstraße 1, 1160 Wien (z.Hd. Dr. Richard Zink). Dort kann anhand einer DNA-Analyse nicht nur die Art bestimmt werden, sondern sogar identifiziert werden, von welchem Habichtskauz das Fundstück stammt. Diese Information wird dem Finder auf Wunsch gerne mitgeteilt!

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