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Berberaffen erkunden neue Kletterbäume im Tiergarten Schönbrunn

Fast 100 Robinienstämme der Österreichischen Bundesforste sorgen für neue Kletter- und Beschäftigungsmöglichkeiten

v.l.n.r. Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck und ÖBf-Vorstand DI Andreas Gruber vor der Berberaffen-Anlage (c) Tiergarten Schönbrunn/D. Zupanc

Hoch hinaus geht es ab sofort wieder für die Berberaffen im Tiergarten Schönbrunn: Die 2021 eröffnete Anlage der Berberaffen und Mähnenspringer wurde mit neuen Kletterbäumen ausgestattet. Nun sorgen fast 100 naturbelassene Robinienstämme, zur Verfügung gestellt von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf), für vielfältige Kletter-, Beschäftigungs- und Aussichtsmöglichkeiten. „Für unsere Berberaffen ist eine abwechslungsreiche Struktur in der Anlage mit Felsen, Bäumen und Baumstämmen zum Klettern besonders wichtig. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Österreichischen Bundesforsten einen langjährigen Partner an unserer Seite haben, der uns nicht nur regelmäßig mit Futterästen, sondern immer wieder auch mit speziellen Baumstämmen unterstützt“, bedankt sich Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck für die Kooperation.

Für die neuen Kletterbäume war der Tiergarten bewusst auf der Suche nach „krummen Gewächsen“, die das Klettern für die Tiere besonders spannend machen und sich mit ihrer natürlichen Optik gut in die Felsenlandschaft einfügen. Fündig wurde er im Bundesforste-Revier in der Mannersdorfer Wüste in Niederösterreich. „Die Robinie wächst ziemlich exzentrisch, mit starken und weit verzweigten Ästen. Genau damit bietet sie den Affen hervorragende Klettermöglichkeiten“, erklärt ÖBf-Vorstand DI Andreas Gruber. Die Holzart ist besonders witterungsbeständig und damit langlebig. „Das Holz der Robinie ist das härteste Holz, das man in Mitteleuropa bekommt, und wird deshalb auch gerne im Wildbach- und Lawinenverbau eingesetzt. Wir freuen uns, dass wir auch heuer wieder eine Anlage im Tiergarten Schönbrunn mit Bäumen aus unseren Wäldern ausstatten durften“, so Gruber. Die Rinde der Robinienstämme wurde bewusst belassen: Sie bietet heimischen Insekten Lebensraum – und den Affen dadurch gelegentlich einen kleinen Snack.

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