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Neues von den Bundesforsten

Naturraummanagement

Drei Moorflächen der Bundesforste in Gosau und Bad Ischl revitalisiert

Moorschutzmaßnahmen im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Wien

"Torfstube" in Gosau (c) oebf/Christina Rittmannsperger
"Torfstube" in Gosau (c) oebf/Christina Rittmannsperger

Im Zuge eines Forschungsprojekts der Universität Wien wurden auf Flächen der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) drei Moore im Inneren Salzkammergut revitalisiert: das „Große Langmoos“ und das „Torfmoos“ in Gosau sowie die „Moosklausalm“ bei Bad Ischl. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die natürliche Wasserspeicherfunktion der Moore wiederherzustellen. Die Ergebnisse des Projekts sowie die revitalisierten Moorflächen wurden am 1. Juni in Bad Goisern präsentiert.

„Um das Wasser in den Mooren zu halten, wurden in Summe 420 Laufmeter Spundwände errichtet. Zusätzlich wurde der Hauptgraben im ,Großen Langmoos‘ mit 25 Tonnen Holz-Pellets verfüllt“, erläutert Xaver Wimmer, Regionales ÖBf-Naturraummanagement. Die Bundesforste betreuen künftig das hydrologische Monitoring der Flächen, um die Entwicklung der Wasserstände und den Erfolg der Revitalisierungsmaßnahmen langfristig zu dokumentieren.

Forschung zeigt Handlungsbedarf

Wie Österreichs Moore und ihre Biodiversität auf Umweltveränderungen reagieren, wurde seit 2022 in einem vom Biodiversitätsfonds 2021 des Bundesministeriums für Land- & Forstwirtschaft, Klima- & Umweltschutz, Regionen & Wasserwirtschaft und der NextGenerationEU geförderten Forschungsprojekt der Universität Wien untersucht. Dafür wurden rund 200 Moore kartiert und mit Erhebungen aus dem Jahr 1988 verglichen. Das Ergebnis: Österreichs Moore sind heute im Durchschnitt trockener, stärker beschattet und nährstoffreicher als vor rund 35 Jahren. Moortypische Pflanzenarten geraten dadurch zunehmend unter Druck. Die Forschenden sehen daher weiteren Handlungsbedarf beim Schutz und bei der Revitalisierung von Mooren.

Die Bedeutung der Moore betont auch Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft: „Moore sind Weltmeister in der CO2-Speicherung und Hotspots der Biodiversität. Das Umweltministerium forciert daher auf mehreren Ebenen den Erhalt und die Wiederherstellung der Moore in Österreich. Das gelingt vor allem mit dem Life-Projekt AMooRe und den zahlreichen Wiederherstellungsprojekten des Biodiversitätsfonds. Im Rahmen des Projektes der Universität Wien wurden außerdem drei Moore der österreichischen Bundesforste revitalisiert. Viele Erfolge wurden bereits erzielt, aber es braucht eine konsequente Fortführung unserer Bemühungen, damit diese einzigartigen Lebensräume erhalten bleiben.“

ÖBf setzen auf aktiven Moorschutz

Mehr als 2.000 Hektar Moorflächen gibt es bei den Bundesforsten, die sich bereits seit Jahrzehnten für deren Schutz engagieren. Über 50 Moorschutzprojekte wurden bisher umgesetzt. Seit rund 25 Jahren arbeiten die ÖBf dabei auch mit der Universität Wien zusammen. Die Kooperation verbindet wissenschaftliche Forschung, Kartierungen auf ÖBf-Flächen und praktische Naturschutzarbeit im Gelände.

„Als größter Naturraumbetreuer des Landes ist es unser Anspruch, Nutzung und Schutz in Einklang zu bringen. Die Revitalisierung der drei Moore zeigt, wie wir wertvolle Lebensräume aktiv erhalten und ihre natürlichen Funktionen langfristig sichern können“, sagt Martin Stürmer, Leiter des ÖBf-Forstbetriebs Inneres Salzkammergut. 

Infotafeln und Moor-Podcast

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die revitalisierten Moorflächen vorgestellt; außerdem fand eine gemeinsame Moorexkursion ins „Große Langmoos“ mit ÖBf-Projektleiter Xaver Wimmer statt. Vor Ort wurden eigens gestaltete Infotafeln zu Mooren generell und den jeweiligen Hochmooren angebracht. Ebenfalls online verfügbar sind die Folgen des Podcasts „Moorvielfalt“, die im Zuge des Projektes veröffentlicht wurden.

Im Rahmen des Biodiversitätsfonds wurden zahlreiche Moor-Wiederherstellungsprojekte gefördert; auch im Rahmen des LIFE-Projekts AMooRe, an dem neben der Universität Wien und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel alle neun Bundesländer sowie das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft beteiligt sind, wird in den Moorschutz in Österreich investiert.

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Österreichische Bundesforste

Andrea Kaltenegger

Leitung Kommunikation & Unternehmenssprecherin
+43 (2231)-600-1521
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