Wilde Kinderstube: Im Wald richtig verhalten und Jungtiere schützen
Der Frühling ist da und damit wird der Wald zur wilden Kinderstube: Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen und Vögel sowie zahlreiche andere heimische Arten haben in dieser Jahreszeit Brut- und Setzzeit. Umso wichtiger ist es, bei der Erholung in der Natur auf den Wegen zu bleiben, die Lebens- und Rückzugsräume der Wildtiere zu respektieren sowie Störungen und Beunruhigungen im Wald zu vermeiden. Ganz besonders gilt, sich Jungtieren und Nestern nicht zu nähern und diese nicht zu berühren, da sonst nicht weiter gebrütet oder Jungtiere abgestoßen werden könnten. Werden Wildtiere zudem wiederholt Stress ausgesetzt, sind sie anfälliger für Krankheiten. Der NÖ Jagdverband und die Österreichischen Bundesforste appellieren daher, bestehende Gesetze sowie grundsätzliche Regeln in der Natur einzuhalten.








Rehkitz in der Wiese (c) NÖ-JV/M. Breuer
Rücksicht mit Hund auf Wildtiere (c) ÖBf Archiv/Bazzoka Creative
Achtlos entsorgter Müll im Wald (c) ÖBf-Archiv/H. David
Achtlos entsorgter Müll im Wald (c) ÖBf-Archiv/G. Waiss
Hunde an die Leine
„Viele Menschen zieht es in den Wald, um die Ruhe und Ungestörtheit zu genießen. Übermäßiger Lärm, Unruhe und Müll schmälern das Naturerlebnis. Sie stören zudem die meist unsichtbar bleibenden Wildtiere“, so Landesjägermeister Josef Pröll. Als besonders störend empfinden Waldbewohner sowie -besucher*innen freilaufende Hunde, die vor allem für Jungtiere in diesen Tagen ein enormes Risiko darstellen. Jungtiere haben keinen Geruch, vertrauen auf ihre Tarnung und flüchten nicht. „Wir bitten alle Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer, ihre Vierbeiner im Wald an die Leine zu nehmen. Denn nehmen Hunde Wildtiere wahr oder die Fährte auf, gibt es meist kein Halten mehr, da sie ihren natürlichen Instinkten folgen. Auch gut ausgebildete Hunde hören dann oft nicht mehr auf ihre Besitzerin bzw. ihren Besitzer und können Wildtiere hetzen, verletzen oder gar töten“, zeigt sich Pröll besorgt. Er verweist auch auf die Sicherheit der Vierbeiner selbst, da sie sich in verlassenen Fuchsbauen unter anderem Räude verursachende Milben oder einen Fuchsbandwurm einhandeln können.
Müll wieder mitnehmen
Wie in allen Ökosystemen gilt auch für den Wald, dass jede Veränderung weitere Auswirkungen nach sich zieht. So schadet auch achtlos weggeworfener Müll der Bodengesundheit und damit der Entwicklung der Bodenlebenwesen sowie Pflanzen. Scharfkantige Metallverpackungen oder zerbrochenes Glas kann zu Verletzungen bei Wildtieren führen, und scheinbare „Kleinigkeiten“ wie Zigarettenstummel setzen Umweltgifte und Mikroplastik frei. „Daher sollte Müll immer mitgenommen und fachgerecht entsorgt werden“, betont Rudolf Freidhager, Vorstand der Bundesforste, die rund 85.000 Hektar Wald und Natur in Niederösterreich betreuen. „Freizeitnutzerinnen und -nutzer, die sich im Lebensraum Wald rücksichtsvoll verhalten, unterstützen die Entwicklung klimafitter Wälder und gesunder Wildtierbestände. Gemeinsam können wir so dafür sorgen, dass der Wald weiterhin bleibt, was er ist: ein unersetzlicher Lebens- und Erholungsraum für Tier und Mensch“, so Freidhager.
Rückfragehinweise:
Pressestelle des NÖ Jagdverbandes
Kapp Hebein Partner
Tel. +43 (0) 1-23 50 422-30
E-Mail: jagd [AT] khpartner [.] at
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Österreichische Bundesforste
Mag. Andrea Kaltenegger, MBA
Unternehmenssprecherin
Tel. +43 (0) 2231-600-1521
E-Mail: andrea.kaltenegger [AT] bundesforste [.] at
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