Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

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Besondere Bestandsaufnahme in den Wäldern des Nationalparks Donau-Auen

Während die Natur in den Donau-Auen ruhte, war sie in den Wäldern des Nationalparks unterwegs: Stella Waszilovics, Forsteinrichterin der Österreichischen Bundesforste. Sie hat ebenso wie ihr Kollege Bernhard Posch und weitere KollegInnen von der MA49, den geschützten Naturraum genau unter die Lupe genommen. Monatelang hat sie das oft unwegsame Gelände begangen und dabei mit Expertenblick wertvolle Daten gesammelt – ausgestattet mit Handy und Tablet und meist in Begleitung ihres Hundes Joschi. Der Winter ist für diese Arbeit die optimale Zeit: Nur wenn Bäume und Sträucher unbelaubt sind, ist ein Fortkommen im Dickicht der Nationalpark-Wälder überhaupt möglich. Und ein weiterer Vorteil: Auch von lästigen Gelsen wird man nicht gestört.

Das Projekt, an dem Stella Waszilovics mitarbeitet, nennt sich „Flächige Naturraumkartierung des Nationalparks Donau-Auen“. Es umfasst die rund 9.600 Hektar große Gesamtfläche des Nationalparks, in den die Bundesforste als Grundbesitzer rund die Hälfte der Flächen eingebracht haben. Ziel ist es, ein einheitliches und detailliertes Gesamtbild der Wälder zu bekommen und daraus weitere Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen abzuleiten, damit der Nationalpark als wertvolles Naturerbe für künftige Generationen bewahrt wird.

Dokumentiert wurden unter anderem besonders schützenswerte Waldgesellschaften wie Eichen-Ulmen-Eschen- und Erlen-Eschen-Weiden-Auen, Menge und Art von Totholz, Vorkommen invasiver Neophyten (sowohl Holzige wie Götterbaum, Robinie, Eschenahorn und Hybridpappel als auch Krautige wie Staudenknöterich, Riesenbärenklau, Goldrute und Drüsiges Springkraut), die die ursprüngliche Vegetation verdrängen, der Einfluss des Wildes sowie der Grad der Veränderung des Naturraums durch die frühere forstliche Bewirtschaftung. Die Zahl ihrer Tablet-Einträge schätzt die Forsteinrichterin auf mehr als 10.000.

Die Außenaufnahmen sind abgeschlossen. Jetzt widmet sie sich der Datenauswertung und Berichterstellung. Mit Frühlingsende wird das Projekt, das für die Vorgehensweise in weiteren Nationalparks wegweisend sein könnte, abgeschlossen sein.

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