Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Grüne Vorsorge: Aufforstung im steirischen Schutzwald

Wir forsten auf: 10.000 junge Fichten und Lärchen verstärken Schutzwald im steirischen Salzkammergut –Schutzwaldprojekt in Kooperation mit Helvetia Österreich

Forstfacharbeiter trägt Jungpflanzen per Kraxe zur Aufforstungsfläche (c) ÖBf/Helvetia/Simlinger

Vor zehn Jahren fegte Orkan Kyrill mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde über Österreichs Wälder hinweg und hinterließ dabei riesige Schäden. So auch im Schutzwald der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) an den steilen Hängen des Radlings im Bundesforste-Revier Grundlsee im steirischen Salzkammergut. Trotz rascher Aufräum- und Aufforstungsarbeiten in den Folgejahren setzten Wind, Trockenheit sowie der Waldschädling Borkenkäfer den exponierten Flächen stark zu. Die Bundesforste und Helvetia forsten die jungen Schutzwälder dieser Tage mit weiteren rund 10.000 jungen Fichten- und Lärchenpflanzen auf. Der Wald dient in der Region als natürlicher Schutz vor Naturgefahren - vor allem für die Hauptverkehrswege wie die Salzkammergut-Bundesstraße und die Eisenbahnverbindung im Tal.

Grüner Wall als Schutz vor Naturgefahren

Intakte Schutzwälder bieten natürlichen und vor allem nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren wie Lawinen, Muren oder Steinschlag. Die Österreichischen Bundesforste betreuen in Österreich 510.000 Hektar Wald – mehr als ein Drittel davon sind Schutzwälder. Wetterextreme als Folge des Klimawandels, aber auch Wildverbiss bringen die Schutzwälder im Alpenraum immer mehr unter Druck. Wo die Jungbäume nicht von selbst ausreichend nachwachsen können, helfen die Bundesforste mit gezielten Aufforstungen nach.

Herausfordernde Pflanzaktion

Die rund 45 Hektar große Aufforstungssfläche am Radling liegt auf über 1.000 Meter Seehöhe. Die Pflanzarbeiten erfolgen in äußerst anspruchsvoller Handarbeit. Zu Fuß und mit 10.000 Jungbäumen am Rücken erklimmen die Forstfacharbeiter der Bundesforste die steilen Hänge und pflanzen die Setzlinge einzeln im weitläufigen Gelände aus.

Aufgeforstet wird dabei vor allem mit Fichten und Lärchen, die verstärkt auftretenden Wetterextremen bedingt durch den Klimawandel am besten standhalten können. Die dicht wachsenden Fichten fangen in ihren Kronen große Mengen an Schnee auf. Lärchen wiederum gelten mit ihren stark ausgeprägten Wurzelsystemen als besonders sturmfest und steinschlagresistent. Als natürlicher Baumnachwuchs sollen langfristig Buchen und Tannen aufkommen, denn dem Standort entsprechende Mischwälder stellen besonders langfristige und stabile Schutzwälder dar.

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