Winterzeit für Wildtiere
Im Winter fahren sie ihren Energiebedarf zurück und begeben sich von hohen Lagen in Tallagen oder bleiben in Hochlagen oberhalb der Waldgrenze, wo der Schnee vom Wind verblasen wird oder ins Steilgelände abrutscht, sodass Nahrung zugänglich wird. Als natürliche Nahrung dienen ihnen Triebspitzen und Jungbäume, aber auch Brombeerblätter, Sträucher und Flechten. Eine wichtige Nahrungsquelle sind herabhängende Äste von größeren Bäumen, die bei hoher Schneelage erreichbar sind. Starke Stürme sorgen dafür, dass viele Flechten, Zweige und Äste herunterfallen und ein zusätzliches Nahrungsangebot darstellen. Zu den Lieblingsbäumen zählt im Winter zweifelsohne die Tanne, aber auch junge Lärchen, Eichen, Ahorn, Buchen stehen ganz oben auf der Speisekarte!
Um zu vermeiden, dass die Wildtiere insbesondere an jungen Waldkulturen (=Jungbäume und Setzlinge) zu sehr Schaden anrichten können, werden mancherorts zusätzliche Fütterungen errichtet. An den Futterkrippen finden die Tiere ein zusätzliches Nahrungsangebot; gleichzeitig werden die Wildtiere damit sanft in ungestörtere Lebensräume gelenkt, wo sie Rückzugsräume vorfinden. Der Mensch hat über Jahrhunderte intensiv in Natur und Umwelt eingegriffen und die Landschaft gestaltet. Insbesondere Skitourengeher, aber auch ausgedehnte Skigebiete (nebst Straßen, Verkehr, Siedlungsgebieten, Tourismus im alpinen Raum) schränken den Lebensraum von Wild heutzutage stark ein.
Mehr Infos zur Überwinterung von Wildtieren und wie wir Menschen sie dabei unterstützen können unter www.wild-im-winter.at
// aufgezeichnet im FR Bad Mitterndorf
// entstanden in Zusammenarbeit mit Manfred Christ (cosmos factory)
(c) Österreichische Bundesforste, 2019
