1300 klimafitte Eichen für den Kobernaußerwald

Aufgrund des Klimawandels müssen unsere Wälder zunehmend mit Trockenheit und Wetterextremen zurechtkommen. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) treiben daher den Waldumbau hin zu artenreichen Mischwäldern voran, die Umwelteinflüssen besser standhalten können. Im Wald der Zukunft wird zum Beispiel die Eiche in tiefen und mittleren Lagen eine größere Rolle spielen. So auch im Kobernaußerwald: In der Gemeinde St. Johann am Walde pflanzten ÖBf-Forstarbeiter dieser Tage 1300 Stieleichen. Die beiden insgesamt rund 5000 Quadratmeter großen Freiflächen in der Nähe der Ortschaft Frauschereck sind durch Borkenkäferschäden entstanden. Die aufgeforsteten Eichen sollen sich dort im Lauf der nächsten Jahrzehnte auf natürliche Weise vermehren und einen stabilen Jungwald bilden. „Wir haben uns hier bewusst für die Eiche entschieden. Sie bringt für die künftigen klimatischen Bedingungen an diesem Standort bessere Voraussetzungen mit als beispielsweise die Fichte. Durch ihr tiefreichendes Wurzelsystem ist sie gut gegen längere Trockenperioden oder auch Stürme gewappnet“, erläutert ÖBf-Revierleiter Matthias Berger.
Da es im Frühjahr immer öfter sehr trocken ist, wurde der Herbst als Zeitpunkt für die Aufforstung gewählt. Zu dieser Jahreszeit enthält der Boden ausreichend Feuchtigkeit, sodass die Jungbäume gut anwachsen und im Lauf der kommenden Monate ein stabiles Wurzelsystem entwickeln können. Im gesamten Kobernaußerwald haben die Bundesforste dieses Jahr rund 20.000 Jungbäume aufgeforstet. Allein im Forstrevier Frauschereck waren es rund 9000 Mischbaumarten, darunter Lärchen, Douglasien, Bergahorn, Eichen, Erlen und Linden. So soll Schritt für Schritt ein klimafitter Wald entstehen, der mit steigenden Temperaturen und geringeren Niederschlägen besser zurechtkommt.
Das Forstrevier Frauschereck ist eines von insgesamt elf Forstrevieren des ÖBf-Forstbetriebs Traun-Innviertel. Als einer von drei ÖBf-Betrieben in Oberösterreich betreut er insgesamt 53.000 Hektar Naturfläche, davon über 38.000 Hektar Waldfläche.












Forstfacharbeiter Alfred Hellermann mit junger Eiche (c)ÖBf/M. Berger
Eichenpflanzung (c)ÖBf/M. Berger
Wurzelwerk einer jungen Eiche nach erfolgtem Wurzelschnitt kurz vor der Pflanzung (c)ÖBf/M. Berger
Eichenkeimling: Die aufgeforsteten Eichen sollen sich in Zukunft auf natürliche Weise vermehren (c)ÖBf/W. Simlinger
Eichenaufforstung nach mehreren Jahren (c) ÖBf/M. Berger
Blick in die Zukunft: Der Eichenanteil im Kobernaußerwald soll steigen (c)ÖBf/F. Kovacs
