Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

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Geschichte erleben und Kunst genießen

Historische Führungen und Kalligrafie-Ausstellung auf der Bärenriedlau Hütte

Ein besonderes Kultur- und Naturerlebnis erwartet Wanderer im Nationalpark Kalkalpen: Auf der über 300 Jahre alten Bärenriedlau Hütte im südlichen Sensengebirge, die von den Österreichischen Bundesforsten erhalten und auch heuer wieder im August und September zur kostenlosen Besichtigung geöffnet wird, verschmelzen Geschichte, Natur und die Kunst des schönen Schreibens.

Die Bärenriedlau Hütte zählt zu den schönsten Aussichtspunkten der Region. Das historische Juwel wurde von den Österreichischen Bundesforsten und dem Nationalpark Kalkalpen aufwendig renoviert und bewahrt damit ein bedeutendes Stück alpiner Kulturgeschichte. Sie bot Unterkunft für Viehhirten und Jäger, später sogar für Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Jagdgesellschaft. Die beeindruckende historische Einrichtung und Bleistift Graffiti an den Wänden und Türen erinnern noch an diese Zeit.

Wer mehr über die bewegte Vergangenheit dieses besonderen Ortes erfahren möchte, hat im Spätsommer die ideale Gelegenheit dazu: Von 13. August bis 6. September 2026 ist Nationalpark Rangerin Elisabeth Humer jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 15 Uhr auf der Hütte anzutreffen. Bei kostenlosen Führungen nimmt sie Besucher*innen mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte der Region. Dabei berichtet sie über die Lebensgewohnheiten von Erzherzog Franz Ferdinand und zeichnet den Wandel vom einstigen kaiserlichen Jagdgebiet hin zur heutigen Wildruhezone im Nationalpark Kalkalpen nach. Eine Anmeldung für die Führungen ist nicht erforderlich.

„Auf dem Weg sein“ – eine Ausstellung, die innehalten lässt

Parallel dazu verwandelt die Künstlerin Andrea Henriette Felber die Hütte und den Zustieg in eine außergewöhnliche Freiluft-Galerie. Unter dem Motto „Auf dem Weg sein“ präsentiert sie handgeschriebene spirituelle Texte und Kalligrafien auf Papier. Das Besondere daran: Die Ausstellung beginnt bereits am Wanderweg und begleitet die Besucher*innen bis zur Hütte. Die entlang des Weges angebrachten Schriftstücke laden dazu ein, bewusst langsamer zu werden, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen und die Kraft der Worte inmitten der beeindruckenden Naturkulisse des Nationalparks auf sich wirken zu lassen. 

Ein Gruß für den Rucksack

Wer sich von einem bestimmten Wort oder Gedanken besonders angesprochen fühlt, darf sich sogar ein kleines Stück der Ausstellung mitnehmen: Entlang des Weges laden liebevoll gestaltete Papierfähnchen dazu ein, gepflückt und als persönlicher Begleiter am Rucksack befestigt zu werden. Dabei wird gebeten, jeweils nur ein Fähnchen mitzunehmen, damit möglichst viele Personen diese besondere Erinnerung an ihren Besuch teilen können.

Mit historischen Führungen, tiefgründiger Kunst und einer der schönsten Kulissen des Nationalpark Kalkalpen bietet die Bärenriedlau-Hütte im Sommer ein einzigartiges Wanderziel für alle, die Natur, Kultur und Geschichte auf besondere Weise erleben möchten.

Anreise & Wanderung
Die Hütte liegt abgelegen und ist nur zu Fuß erreichbar. Der Zustieg ist auf folgenden Wegen möglich:

  • Weg Nr. 461 vom Ort St. Pankraz
  • Weg Nr. 462/461 von Roßleithen
  • Alternativ: Vom Parkplatz Teufelskirche der Beschilderung „Nationalpark Eingang“ folgen und entlang der Langer-Graben-Straße rund 6 km durch wildromantische Landschaft bis zur Verbindung mit dem markierten Weg Nr. 461 wandern.

Für den anspruchsvollen Aufstieg (ca. 800 Höhenmeter, Gehzeit 2,5 bis 3 Stunden im teils steilen Gelände) sind gute Kondition und Trittsicherheit erforderlich. Da die Hütte nicht bewirtschaftet ist, sind eine eigene Jause und ausreichend Trinkwasser selbst mitzubringen. Bei anhaltendem Starkregen bleibt die Hütte aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

Daniela Wurmböck-Wittwehr, MA
Daniela.wurmboeck@bundesforste.at
Mobil: +43 664 78046350

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