Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Zillergrund: Im Einsatz gegen den Borkenkäfer

Schadholzaufarbeitung mittels Hubschrauber im Schutzwald – Kurzzeitige Straßensperrungen notwendig

Schadholzfläche im Zillergrund © ÖBf
Schadholzfläche im Zillergrund © ÖBf

Der Borkenkäfer fühlt sich in Tirols Wäldern aufgrund des Klimawandels und steigender Temperaturen immer wohler. In den Waldgebieten im Zillertal führen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) momentan umfangreiche Maßnahmen zur Borkenkäferbekämpfung durch. Dazu gehört auch die Schadholzaufarbeitung auf einigen Windwurfflächen im Zillergrund/Bereich Bärenbad nahe Mayrhofen (Bezirk Schwaz). Dort müssen umgestürzte Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald gebracht werden, um einem flächendeckenden Borkenkäferbefall vorzubeugen.

Zur Unterstützung der Holzaufarbeitungen infolge des Windwurfs kommt voraussichtlich ab dem 29.07.2024 ein Lastenhubschrauber zum Einsatz, da sich die Schadflächen in sehr steilem Gelände befinden. Während der Flugtätigkeit des Hubschraubers muss die Straße im Abschnitt Bärenbad bis zum Zillergrundspeicher für Pkw und Fußgänger*innen gesperrt werden (Ausnahmen gelten für Anrainer*innen, Busse und Radfahrer*innen). Dies wird jeweils nur für möglichst kurze Zeiträume der Fall sein. Zum Teil werden ÖBf-Mitarbeiter*innen auch direkt vor Ort die Besucherlenkung unterstützen. Die Bundesforste bedanken sich bei den betroffenen Grundstücksnachbarn und der Verbund Hydro Power GmbH für die gute Zusammenarbeit und bitten um Verständnis für etwaige auftretende Wartezeiten und Einschränkungen während der Hubschraubereinsätze. Gleichzeitig appellieren sie an alle Waldbesucher*innen: „In forstlichen Sperrgebieten besteht Lebensgefahr. Bitte halten Sie sich zur eigenen Sicherheit an die Betretungsverbote.“ Der Hubschraubereinsatz im Bereich Bärenbad wird voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein. Darüber hinaus ist geplant, dass in den nächsten Wochen auch auf einer anderen Schadholzfläche in der Nähe ein Hubschrauber eingesetzt wird.

Bei dem betroffenen Gebiet handelt es sich um einen Schutzwald, der eine lebenswichtige Funktion für die Menschen im Tal hat. Als sogenannter Objektschutzwald bietet er für die darunterliegende  Infrastruktur - eine Straße -, sowie für die unterhalb liegenden Gebäude einen natürlichen und nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Muren oder Lawinen. Umso wichtiger ist es, durch einen raschen Abtransport von Schadholz einen großflächigen Borkenkäferbefall zu verhindern, damit der Schutzwald auch weiterhin intakt bleibt.

 

 

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