Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Moorschutz zum Mitmachen

Praxistag im Ausseerland mit der HBLA Bruck/Mur im Rahmen des Projekts „ForMoor"

Moorpflegetag im Ödenseemoor (c) Kuratorium Wald

Theorie trifft Praxis: Rund 90 Schüler*innen der HBLA Bruck/Mur waren Ende September im Ausseerland im Einsatz, um mehr über Moore und ihren Schutz zu erfahren – und selbst bei konkreten Pflegemaßnahmen mitzuarbeiten. Im Rahmen des Projekts „ForMoor“ unterstützten sie auf zwei Moorflächen der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) in Bad Mitterndorf beim sogenannten Schwenden: Junge Gehölze wurden entfernt und aus den Moorflächen gebracht, um die offenen Moorlebensräume zu erhalten und zusätzlichen Nährstoffeintrag zu vermeiden.

Im Ödenseemoor vermittelte ÖBf-Revierleiterin Sabine Jungwirth zunächst Wissenswertes über die Geschichte des Moores, den früheren Torfabbau und bisherige Sanierungsmaßnahmen. Danach ging es an die praktische Arbeit, wobei die Gruppe von drei Forstarbeitern mit Freischneidern unterstützt wurde. Die Fläche wurde früher entwässert und abgetorft. Infolge des veränderten Wasserhaushalts konnten sich Gehölze ausbreiten. Ihre Entfernung ergänzt die bereits gesetzten hydrologischen Maßnahmen und soll die Entwicklung einer möglichst naturnahen Moorvegetation unterstützen. Auch im ehemals entwässerten Nagelmoos, das an den Naturschutzbund Steiermark verpachtet ist, halfen die Schüler*innen bei Pflegearbeiten mit, erfuhren mehr über den Moorlebensraum, den seltenen Scheckenfalter, ein neues Beweidungsprojekt mit Ziegen und konnten innovative Schwendgeräte testen.

Moorschutz schon in der Ausbildung verankern

Bereits zwei Tage zuvor hatte Moorexpertin und Projektleiterin Verena Wrobel den Schüler*innen in der HBLA Bruck/Mur Grundlagen über die Vielfalt heimischer Moore, ihre Gefährdung und ihren Schutz vermittelt. Der Schwerpunkt von „ForMoor“ liegt insbesondere darauf, angehenden und bereits tätigen Forstfachkräften Wissen über Moorlebensräume und deren verantwortungsvollen Umgang zu vermitteln. Projekttage direkt im Moor sollen dabei Theorie und praktische Erfahrung miteinander verbinden. 

„ForMoor“ ist ein Projekt des Kuratorium Wald und wird aus Mitteln des Österreichischen Waldfonds gefördert. An den Projekttagen mit der HBLA Bruck/Mur wirkten neben den Bundesforsten auch der Naturschutzbund Steiermark und die HBLFA Raumberg-Gumpenstein mit. 

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