So entsteht der Wald der Zukunft in Bischofshofen

Wie können wir unsere Wälder auf den Klimawandel vorbereiten? Welche Baumarten kommen mit Trockenheit und Wetterextremen besser zurecht? Diesen Fragen gingen über 40 Naturinteressierte bei zwei kostenlosen Waldführungen am 28. und 29. August in Bischofshofen nach. ÖBf-Förster und Naturexperte Stefan Merkinger zeigte dabei, wie der „Wald der Zukunft“ vor Ort entsteht.
Der rund dreistündige Rundgang führte durch einen standorttypischen Fichten-Tannen-Buchenwald unweit des Stadtzentrums von Bischofshofen. Die Teilnehmer*innen erfuhren, wie sich der Klimawandel im Wald bemerkbar macht und mit welchen Maßnahmen die Bundesforste die Wälder langfristig stabiler und widerstandsfähiger gestalten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vielfalt der Baumarten: Im Forstrevier Bischofshofen soll der Fichtenanteil langfristig zurückgehen, während etwa Tanne und Lärche gezielt gefördert werden. Mit ihren tief reichenden Wurzeln können sie Trockenheit und Stürmen besser standhalten. Zahlreiche weitere Mischbaumarten wie z.B. Ahorn oder Zirbe erhöhen zusätzlich die Vielfalt.
Auch zahlreiche weitere Aspekte der Waldbewirtschaftung kamen zur Sprache: vom Borkenkäfermonitoring über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wald und Wild bis zur Bedeutung von Totholz und Biotopbäumen. Stefan Merkinger erklärte zudem, warum nach der Holzernte bewusst Astmaterial im Wald verbleibt: Es schützt den Boden vor Erosion und führt ihm wertvolle Nährstoffe zurück. Wie Jungbäume vor Verbiss geschützt werden, wie Drohnen im forstlichen Bereich zum Einsatz kommen, welche Vorteile Holz als nachhaltiger Baustoff bietet und weshalb ein gut ausgebautes Forststraßennetz auch für die Waldbrandbekämpfung wichtig ist, waren weitere Themen der Führungen. Bei einer gemeinsamen Jause mit regionalen Wildspezialitäten blieb anschließend ausreichend Zeit für Fragen und persönliche Gespräche.
Die Führungen in Bischofshofen waren Teil der jährlichen österreichweiten ÖBf-Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Wald der Zukunft“. Weitere Termine finden am 11., 12. und 18. September 2026 statt. Im Raum Salzburg sind derzeit noch Plätze für die Führung in Kaprun am Freitag, 11. September, um 9 Uhr sowie für jene am Heuberg am Samstag, 12. September, um 8 Uhr verfügbar. Informationen und Anmeldung unter www.wald-der-zukunft.at.








ÖBf-Förster Stefan Merkinger mit Teilnehmer*innen (c) Matthias Kowalsky
Einblicke in die forstliche Arbeit mit Drohnen (c) Matthias Kowalsky
ÖBf-Förster Stefan Merkinger mit Teilnehmer*innen (c) Matthias Lacher
Abschluss bei gemeinsamer Jause (c) oebf
