Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

Waldbrandübung in Rossatz-Arnsdorf

Feuerwehr und Bundesforste probten für den Ernstfall

Waldbrandübung im ÖBf-Forstrevier Weißenkirchen (NÖ) © ÖBf/M. Skopal
Waldbrandübung im ÖBf-Forstrevier Weißenkirchen (NÖ) © ÖBf/M. Skopal

Um einen erfolgreichen Einsatzverlauf bei Wald- und Flurbränden zu gewährleisten, übten am Freitag, den 1. März 2024, zahlreiche Feuerwehrkräfte im Waldgebiet der Österreichischen Bundesforste bei Arnsdorf (ÖBf-Revier Weißenkirchen) im Bezirk Krems. In der Zusammensetzung von örtlichen Kräften, Sonderdienst Waldbrand, Katastrophenhilfsdienst, Bezirksführungsstab und Österreichischen Bundesforste, wurde ein Szenario einen Nachmittag lang erfolgreich geprobt.

Verstärkte Kooperation zwischen Bundesforste und NÖ Landesfeuerwehrverband

Der NÖ Landesfeuerwehrverband erkannte schon rechtzeitig die steigende Gefahr von Wald- und Flurbränden und baute in den letzten Jahren dazu den Sonderdienst Waldbrand auf, der sich bis jetzt schon mehrmals im In- und Ausland bewährt hat. Dazu gehört auch die Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten, dem größten Waldbesitzer in Niederösterreich. „Die Auswirkungen des Klimawandels, wie zum Beispiel steigende Temperaturen und langanhaltende Hitzeperioden, sind auch in Österreichs Wäldern bereits deutlich spürbar. Die Gefahr von Waldbränden ist nach längeren Trockenphasen besonders hoch“, so Bernhard Funcke, Betriebsleiter der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) im Forstbetrieb Waldviertel-Voralpen. In Österreich werden mehr als 80 % der Waldbrände von Menschen verursacht, wobei der häufigste Grund für die Entzündung achtlos weggeworfene Zigaretten sind. Trockene Böden und starker Wind begünstigen die Ausbreitung von Feuer. „Ziel des gemeinsamen Austausches und der Waldbrandübung ist es, das forstliche Know-how und die Ortskenntnis der Bundesforste mit der Expertise der Feuerwehren in der Brandbekämpfung zu verknüpfen, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein“, so Funcke.

Bei der Übung bei der "Eisernen Brücke" in der Gemeinde Rossatz-Arnsdorf stand die erste praktische Zusammenarbeit im Zentrum. Seitens der Freiwilligen Feuerwehr arbeitete die FF Oberansdorf mit ihrer Feuerwache Mitterarnsdorf das Szenario aus und leitete die Übung. Unterstützt wurden sie vom Bezirksführungsstab, der 2023 wieder neu aufgestellt wurde. Dem Katastrophenhilfsdienst kam die Rolle der Wasserversorgung zu. Hier hatte der KHD-Zug Mautern, mit ausschließlich Tanklöschfahrzeugen, die Gelegenheit einen Pendelverkehr zu beüben. Der Sonderdienst Waldbrand, führte in Zusammenarbeit mit der Feuerwache Mitterarnsdorf die Brandbekämpfung mit Spezialgerät für den Waldbrandeinsatz durch. Hierbei musste eine 300 Meter lange Feuerfront von einem Jungwald abgehalten werden. Sämtliche Erfahrungen und die richtige Taktik von den absolvierten Übungen und Einsätzen konnten hier angewendet werden. Davon überzeugte sich auch Bezirkshauptmann Mag. Günter Stöger, der den Einsatzkräften einen Besuch abstattete.

Nach rund zwei Stunden konnte die Übungsleitung "Brand aus" geben. Bei der Nachbesprechung wurde ein positives Fazit gezogen. Das Know-how aller Beteiligten konnte bereits erfolgreich umgesetzt werden. Im Schnitt wurden 200 Liter Löschwasser pro Minute abgegeben und ca. 15.000 Liter mittels Tanklöschfahrzeugen zum Übungsort transportiert.

Eingesetzte Kräfte:

  • FF Höbenbach, FF Krustetten, FF Loiwein, FF Mautern, FF Mitterarnsdorf, FF Oberarnsdorf, FF Oberfucha, FF Palt, FF Unterbergern
  • Sonderdienst Waldbrand
  • Waldbrandgruppe Bez. Krems
  • Katastrophenhilfsdienst
  • KHD-Zug Mautern (TLF Zug)
  • KHD-Bereitschaftskommandant Bez. Krems
  • Bezirksführungsstab Bez. Krems
  • BH Krems

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