Fliegender Birkhahn (c) ÖBf-Archiv/Thomas Kranabitl

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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

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Waldführung in Gnadenwald bei Hall

Teilnehmer*innen erhielten vielfältige Einblicke in die nachhaltige Waldbewirtschaftung

Waldführung in Gnadenwald (c) ÖBf
Waldführung in Gnadenwald (c) ÖBf

Wie sieht der Wald der Zukunft in Österreich aus? Welche Baumarten werden wachsen, welche nicht mehr? Und was können Waldbewirtschafter*innen tun, um die Wälder gesund zu erhalten? Diese und weitere Fragen beantworteten Förster*innen und Naturexpert*innen der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) im August und September bei kostenlosen Führungen durch die Wälder in allen ÖBf-Forstbetrieben. Auch in Gnadenwald fand am 6. September eine Führung statt.

Beim gemeinsamen Waldspaziergang auf den Flächen des Forstbetriebs Oberinntal erkundeten die Teilnehmer*innen den Waldbereich Neiß auf ca. 1.000 Höhenmetern. Vor Ort zeigte die Bundesforste-Expertin Nadine Werner die Auswirkungen des Klimawandels und wie der Wald mit einem größeren Laubholzanteil und Mischbeständen zukunftsfit gemacht wird. Die Teilnehmer*innen konnten vor Ort den Unterschied zwischen Aufforstungsbereichen und Flächen mit Naturverjüngung betrachten, wo der Wald durch natürliche Vermehrung aus dem eigenen Samen nachwächst. Außerdem wurde das Thema Borkenkäfer besprochen und anschaulich gezeigt, welche Schäden das nur wenige Millimeter große Insekt anrichten kann, aber auch wie die Käferbekämpfung funktioniert. Ein weiteres Themenfeld waren die vielfältigen Funktionen des Waldes, wie etwa seine Schutzwirkung: In den Alpentälern ermöglichen Schutzwälder überhaupt erst eine Besiedlung, da sie für Siedlungen und wichtige Infrastruktur einen natürlichen und nachhaltigen Schutz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Muren oder Lawinen bieten. Umso wichtiger sind aktive Präventions- und Pflegemaßnahmen, um unsere Schutzwälder gesund zu halten, damit sie auch in Zukunft ihre lebenswichtigen Funktionen erfüllen können.

Im Bereich der Neißhütte fand bei einer gemeinsamen Jause das Walderlebnis einen gemütlichen Ausklang, bevor gemeinsam der Rückweg angetreten wurde. Das Fazit der Teilnehmer*innen fiel einstimmig aus: Alle waren von dem informativen, lehrreichen Nachmittag begeistert und werden in Zukunft mit neuen Blickwinkeln durch unsere Wälder gehen.
Tipp: All jene, die jetzt keine Gelegenheit hatten, den Wald der Zukunft vor Ort kennenzulernen, nehmen die Bundesforste unter www.wald-der-zukunft.at auf eine virtuelle Tour durch den Wald von heute und morgen mit.

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