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Hinter den Kulissen in unseren Wäldern

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Waldführungen in Bischofshofen

Zahlreiche interessierte Teilnehmer*innen erhielten Einblicke in die nachhaltige Waldbewirtschaftung im Pongau

Waldführung in Bischofshofen (c) Robert Ramsauer
Waldführung in Bischofshofen (c) Robert Ramsauer

Wie sieht der Wald der Zukunft in Österreich aus? Welche Baumarten werden wachsen, welche nicht mehr? Und was können Waldbewirtschafter*innen tun, um die Wälder gesund zu erhalten? Diese und weitere Fragen beantworteten Förster*innen und Naturexpert*innen der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) Ende August und Anfang September bei kostenlosen Führungen durch die Wälder in allen ÖBf-Forstbetrieben. Auch in Bischofshofen fanden am 30. und 31. August zwei Führungen statt.

Bei der Waldführung auf den Flächen des Forstbetriebs Pongau erkundeten die Teilnehmer*innen einen klimafitten, standorttypischen Fichten-Tannen-Buchenwald im Hanggelände, nur wenige Gehminuten vom Bischofshofner Stadtleben entfernt. Förster Stefan Merkinger gab Einblicke in die nachhaltige Waldbewirtschaftung der Bundesforste und erläuterte, wie sich der Klimawandel vor Ort auswirkt. Die Teilnehmer*innen erfuhren, wie die Wälder zukunftsfit gemacht werden, und welche Rolle die verschiedenen Baumarten dabei spielen. Im Forstrevier Bischofshofen beispielsweise sind 70 Prozent der erntereifen Bäume Fichten, künftig soll dieser Anteil auf 57 Prozent zurückgehen. Jeweils 18 Prozent der Bäume im Revier sollen dann Tannen und Lärchen sein. Diese Baumarten sind dank ihrer tiefreichenden Wurzeln für längere Trockenphasen besser gerüstet, weil sie damit auch an tiefere Wasserschichten gelangen. Außerdem sind sie widerstandsfähiger gegenüber den immer häufiger auftretenden Extremwettern, wie beispielsweise Windwürfen. Die verbleibenden Anteile entfallen auf verschiedene Mischbaumarten, die für Vielfalt sorgen – darunter Laubbaumarten wie beispielsweise der Ahorn, oder auch Nadelbäume wie etwa die Zirbe.

Zentral für einen stabilen Wald der Zukunft ist außerdem ein gesundes Gleichgewicht zwischen Wald und Wild. Jäger und Förster müssen eng zusammenarbeiten, damit Wald und Wild im Gleichgewicht bleiben und die Bäume nicht durch zu hohe Wildbestände zu sehr unter Druck gesetzt werden. Gerade Baumarten wie die Tanne sind ein Leckerbissen für das Wild. Weitere Themen, die während der Führung behandelt wurden, war unter anderem das Borkenkäfer-Management der Bundesforste, die Bedeutung von Totholz und Biotopbäumen, sowie die zahlreichen Vorteile des nachhaltigen Rohstoffes Holz.

Bei einer gemeinsamen Jause fand das Walderlebnis einen gemütlichen Ausklang und es blieb genügend Zeit, um ausführlich noch offene Fragen zu beantworten. Das Fazit der Teilnehmer*innen fiel einstimmig aus: Alle waren von den informativen, lehrreichen Führungen begeistert und werden in Zukunft mit neuen Blickwinkeln durch unsere Wälder gehen.
Tipp: All jene, die jetzt keine Gelegenheit hatten, den Wald der Zukunft vor Ort kennenzulernen, nehmen die Bundesforste unter www.wald-der-zukunft.at auf eine virtuelle Tour durch den Wald von heute und morgen mit.

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